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Internet Economy Report 2020 – Status Quo, Ausblick und Empfehlungen an die Politik

Pressemitteilung   •   Sep 24, 2020 09:20 CEST

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IE.F präsentiert gemeinsam mit Roland Berger und Warburg Pincus umfassende Studie zur Lage der europäischen Internetwirtschaft.

Gemeinsam stellten IE.F, Roland Berger und Warburg Pincus am Mittwoch, den 23.09. in Anwesenheit der Staatsministerin für Digitalisierung im Bundeskanzleramt, Dorothee Bär (CDU/CSU) und dem Leiter des Grünen Wirtschaftsbeirates, Dr. Danyal Bayaz (Bündnis 90/Die Grünen) den “Internet Economy Report 2020” vor.

Der Report zeichnet ein umfassendes Bild des Status der europäischen Internetwirtschaft – auch im Vergleich zur Konkurrenz aus den USA und China. Dazu bereitet der Bericht die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten auf, analysiert aktuelle Trends und leitet daraus die richtigen Maßnahmen ab, um Europas Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Fokus der Benchmark-Studie sind dabei die Bereiche Infrastruktur, Risikokapital, Gründungsbedingungen und Wettbewerb auf digitalen Plattformen.

Die wichtigsten Forderungen im Überblick:

  • Europa muss die Einführung von 5G vorantreiben, um die wirtschaftlichen Vorteile der neuen Technologie zu nutzen. Dazu gehört vor allem auch die Stärkung von Technologien, wie Virtual und Open Radio Access Networks, um neue Möglichkeiten für europäische Anbieter zu schaffen. Die Einführung von National Roaming ist dabei Grundvoraussetzung für einen fairen Wettbewerb und den zügigen Ausbau von 5G.
  • Datenportabilität und Interoperabilität sind entscheidend für Wettbewerb im europäischen Cloud-Computing-Markt. Wir müssen daher auf europäischer Ebene den Monopolisierungstendenzen aktiv entgegenwirken.
  • Die EU-Mitgliedsstaaten sollten sich stärker auf einheitliche Standards für Startups einigen. Die Etablierung eines European Startup Nation Standard wäre dabei entscheidend, u.a. um Mitarbeiterkapitalbeteiligungen attraktiver zu machen.
  • Europäische Startups brauchen einen besseren Zugang zu Risikokapital, insbesondere in der Wachstumsphase. Die Einführung u.a. von staatlichen Dachfonds könnte dabei helfen, das Risiko für Investoren zu verringern und privates Kapital zu mobilisieren. Nicht zuletzt sollte die Europäische Kommission die Kapitalmarktunion weiter vorantreiben, um einheitliche Standards für VC-Investitionen zu schaffen.
  • Im Zeitalter digitaler Plattformen brauchen europäische Internetunternehmen einen fairen Wettbewerb. Dabei ist die Verbesserung der Datenportabilität und die konsequente Entbündelung von vertikalen Diensten dominanter Digitalplattformen entscheidend. Der diskriminierungsfreie Zugang zu digitalen Infrastrukturen muss sichergestellt sein. Für ihr entschlossenes Vorgehen verdienen EU-Kommissarin Margrethe Vestager und Bundeskartellamtspräsident Andreas Mundt dabei unsere volle Unterstützung.

Prof. Dr. Friedbert Pflüger, Vorsitzender IE.F: “Seit ihrer Gründung setzt sich die IE.F für die digitale Zukunft Europas ein. Unser Internet Economy Report zeigt nun erstmals auf, dass sich in den vergangenen Jahren zwar hierzulande einiges in die richtige Richtung bewegt hat. Doch es ist bisher nicht gelungen, auch nur annähernd zur Konkurrenz aus China und den USA aufzuschließen. Dafür braucht es dringend eine koordinierte europäische Politik, die den Rahmen für fairen Wettbewerb und raschen Ausbau setzt sei es auf dem Cloud Markt, dem Ausbau von 5G, beim Thema Wachstumskapital, der Verbesserung von Gründungsbedingungen oder der entschlossenen Regulierung dominanter Plattformen.”

Stefan Schaible, Global Managing Partner Roland Berger: “Unsere Analysen zeigen: Europa darf sein Licht nicht unter den Scheffel stellen. Aber klar ist auch: Wir haben in Sachen Digitalisierung noch großen Aufholbedarf: Unsere Unternehmen müssen die digitale Transformation vorantreiben und neue, datengetriebene Geschäftsmodelle entwickeln. Dazu brauchen sie Kapital, kluge Köpfe und eine zuverlässige digitale Infrastruktur.”

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 35 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 52 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern.