Globaler Bahnmarkt wächst trotz Covid-19

Pressemitteilungen   •   Okt 02, 2020 08:29 CEST

  • Weltmarkt für Bahntechnik erreichte 2019 mit 177 Milliarden Euro ein neues Rekordhoch
  • Covid-19-Pandemie führt 2020 zu Einbußen (minus 8 Prozent); bis 2025 aber wieder stabiles Wachstum erwartet
  • Handelsbeschränkungen und fehlender Marktzugang Risiko für europäische Anbieter

Brüssel/München, Oktober 2020: Der globale Markt für Bahntechnik hat die Covid-19-Pandemie verhältnismäßig unbeschadet überstanden und wird – trotz eines Einbruchs von acht Prozent im ersten Halbjahr 2020 – mittelfristig gestärkt aus der Krise hervorgehen. Zu dieser Einschätzung kommen die Autoren der „World Rail Market Study: Forecast 2020 to 2025“, die Roland Berger im Auftrag des Verbands der Europäischen Eisenbahnindustrien UNIFE durchgeführt hat.

"Die Pandemie hat das starke Wachstum vorübergehend unterbrochen. Dennoch sind wir zuversichtlich, dass die verschiedenen Konjunkturprogramme und die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Mobilitätslösungen zu einer soliden Markterholung führen werden. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate zwischen den Perioden 2017-2019 und 2022-2025 wird 2,3 Prozent betragen", sagt Henri Poupart-Lafarge, Vorsitzender des Verbands der Europäischen Eisenbahnindustrien UNIFE (Chair of the Association of the European Rail Supply Industry UNIFE) und CEO des französischen Zugherstellers Alstom.

Rekord-Volumen in Höhe von 177 Milliarden Euro
Beleg für die Attraktivität des Schienenverkehrs ist das Rekordvolumen des Marktes in Höhe von 177 Milliarden Euro, das 2017-2019 erreicht wurde. Um 3,6 Prozent konnte der Sektor seit 2017 jährlich wachsen. Stärkster Treiber war dabei das Fahrzeugsegment (mit einem Plus von 6,8 Prozent), gefolgt von der Signaltechnik (plus 4,1 Prozent) und dem Markt für Infrastruktur (plus 2,3 Prozent). Der Servicebereich wuchs im Vergleich dazu mit 0,9 Prozent eher moderat.

Die „Installed Base“ (also die Anzahl der eingesetzten Fahrzeuge sowie das bestehende Streckennetz) ist ebenfalls kontinuierlich gewachsen. Das weltweite Schienennetz wurde im Vergleich zur letzten Erhebung (2018) um gut 23.300 Kilometer erweitert, die Zahl der Fahrzeuge erhöhte sich um 20.000 Einheiten.

Betrachtet man die globale Wachstumsverteilung, so zeigt sich, dass „der Asien-Pazifik Raum und Westeuropa mit 5,3 Prozent bzw. 3,8 Prozent den größten Beitrag zur positiven Entwicklung des gesamten Marktes geleistet haben“, erklärt Andreas Schwilling, Partner bei Roland Berger. Im Vergleich zur letzten Studie habe lediglich der Markt Afrika/Nahost einen leichten Rückgang zu verzeichnen (minus 1,2 Prozent), alle anderen Märkte seien gewachsen.

Mittelfristig positive Aussichten
Die Autoren bewerten die mittel- und langfristige Entwicklung des Marktes positiv. Insgesamt wird das Marktvolumen 2023-2025 voraussichtlich 204 Milliarden Euro erreichen. Dieser Annahme liegt eine rasche Erholung des Marktes zugrunde, das die Autoren mit dem sogenannten V-Szenario für wahrscheinlich halten.

Unterschiedliche globale Entwicklungen dürften das Wachstum des Bahnmarktes auch in Zukunft befeuern. „Megatrends wie die Urbanisierung, das globale Bevölkerungswachstum und ein wachsendes Umweltbewusstsein werden zu höheren Fahrgastzahlen führen, während Digitalisierung und Automatisierung die Attraktivität des Bahnsektors erhöhen werden“, sagt Andreas Schwilling. Das gestiegene Bewusstsein für Umweltthemen in der Politik, das sich zum Beispiel in Europas "Green Deal", geplanten Verkehrsverlagerungen auf die Schiene und durch den Ausbau des ÖPNV in den Metropolen zeige, sei ein weiterer Garant für die positive Entwicklung des Schienenverkehrs. Um all das zu realisieren, muss allerdings die öffentliche Finanzierungen gewährleistet sein.

Internationale Handelsschranken als Gefahr für das Wachstum
Internationale Handelsbarrieren, etwa ein erschwerter Marktzugang in asiatische Märkte, hätten sich in der jüngeren Vergangenheit allerdings zu ernst zu nehmenden Hindernissen für den Eisenbahn-Sektor entwickelt, warnen die Autoren. So sei der für europäische Firmen zugängliche Anteil am Weltmarkt für Bahntechnik in den vergangenen Jahren leicht geschrumpft (von 63 in 2018 auf 62 Prozent). Ein Marktvolumen von 67,1 Milliarden Euro bleibt für europäische Unternehmen nicht erreichbar, was sich durch den derzeitigen wirtschaftlichen Abschwung noch verschlechtern könnte.

„Der Markt sollte aber für alle Anbieter gleichermaßen offen sein, egal ob einheimisch oder ausländisch“, sagt Philippe Citroën, Generaldirektor der UNIFE. „Gleiche Wettbewerbsbedingungen – und wir fordern die Institutionen auf, für einen fairen Wettbewerb zu sorgen, um eine weitere Verschlechterung des Marktzugangs zu verhindern – sind für effiziente Bahnsysteme von entscheidender Bedeutung.“

Eine Executive Summary der "World Rail Market Study" kann unter diesem Link heruntergeladen werden.

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 35 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 52 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern.

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Digitaler Gesundheitsmarkt in Europa soll bis 2025 auf 232 Milliarden Euro anwachsen

Pressemitteilungen   •   Okt 01, 2020 08:58 CEST

  • Wachstumsschub von fast 50 Prozent für digitale Gesundheitsangebote durch Covid-19-Pandemie
  • Patienten mit Vorerkrankungen bringen kleinen und mittleren Plattformanbietern mehr Vertrauen entgegen
  • Zusammenschlüsse von spezialisierten Plattformen bieten vielversprechende Chancen für alle Marktteilnehmer

München, Oktober 2020: Vor der weltweiten Covid-19-Pandemie standen viele Patienten dem Arztbesuch per Videochat oder der Datenübermittlung an Versorger eher kritisch gegenüber. Durch den täglichen Umgang mit digitalen Dienstleistungen und Produkten ändert sich diese Ausgangslage. Damit nimmt der digitale Gesundheitsmarkt weiter an Fahrt auf. Das zeigt die neue Roland Berger-Studie "Future of Health 2 – The rise of healthcare platforms", für die rund 500 Experten weltweit befragt wurden.

So hat sich im Vergleich zur letztjährigen Studie das erwartete Wachstum des digitalen Gesundheitsmarktes in Europa bis 2025 auf 232 Milliarden Euro erhöht, ein Plus von fast 50 Prozent. Für Deutschland liegt die Prognose bei 57 Milliarden Euro. Die Experten gehen davon aus, dass die Pandemie den Digitalisierungsprozess der Branche insgesamt um rund zwei Jahre beschleunigt. "Die Ergebnisse unserer Befragung übertreffen die des letzten Jahres deutlich", stellt Karsten Neumann, Partner bei Roland Berger und einer der Autoren, fest. "Wir erwarten eine entsprechend hohe Dynamik im Markt, die in den kommenden Jahren auch Fusionen und Übernahmen nach sich ziehen wird."

Spezialisierte Plattformanbieter mit guten Chancen

Das durch die Pandemie beschleunigte Wachstum trifft auf einen stark fragmentierten Markt. Einerseits versuchen sich große Technologieunternehmen mit riesigen Datenmengen zu positionieren. Andererseits bringen kleinere Anbieter Applikationen und spezielle Lösungen für bestimmte Krankheiten, wie zum Beispiel Diabetes, auf den Markt. 2019 waren sich noch 61 Prozent der Experten sicher, dass die großen Tech-Konzerne bis 2025 ein integraler Bestandteil des Gesundheitssystems sein werden. Die aktuellen Umfrageergebnisse zeigen jedoch: Lediglich zehn Prozent der Patienten mit Vorerkrankungen würden sich an diese Unternehmen wenden. "Damit steigen die Chancen für Unternehmen und Plattformanbieter aus dem Gesundheitswesen, die als Schnittstelle virtuelle und reale Dienstleistungen kombinieren", sagt Neumann.

An diese neuen Plattformmodelle sollten sich auch ambulante Dienstleistungsanbieter anpassen. Ansonsten laufen sie mittelfristig Gefahr marginalisiert oder aus dem Markt gedrängt zu werden. So erwarten etwa 64 Prozent der Befragten, veränderte Geschäftsmodelle für ambulante Dienstleistungen. "Es ist wichtig, dass Anbieter jetzt die Weichen für die nächsten Jahre stellen", rät Karsten Neumann. "Sie müssen sich fragen, welche Plattformen sie bedrohen können, oder wo und in welchem Netzwerk sie selbst ihr Geschäftsmodell ausweiten."

Plattformen international bereits heute erfolgreich

Mit passenden Geschäftsmodellen drängen auch neue Spieler in den Markt. So verschärfen Start-ups den Wettbewerb in allen beteiligten Industrien – sei es in der Pharmabranche, bei den Versicherern, bei Leistungserbringern oder bei Startups und Technologieunternehmen. "Es entstehen immer mehr Spezialisten. Das führt zwangsläufig zu einer Vernetzung untereinander, um eine durchgehende User Journey zu gewährleisten", erklärt Neumann. "Relevante Partnerschaften, in denen alle Teilnehmer profitieren, werden in Zukunft der entscheidende Erfolgsfaktor sein."

Praktische Beispiele unterstreichen diese Entwicklung. So bringt eine Versicherung in Mexiko bereits heute 22.000 Versorgungsanbieter mit über 250.000 Patienten in einer Plattform zusammen. Ein chinesisches Unternehmen bündelt wiederum große Datensätze, Online-Terminvereinbarungen und gesundheitsfördernde Programme auf einer anderen Plattform. Und in Saudi-Arabien ist die Plattformintegration bereits Teil des gesamten Gesundheitssystems. Um Schritt zu halten, müssen europäische Marktteilnehmer ihre Strategien neu definieren. "Durch den Plattformgedanken sind alle Chancen für die Marktteilnehmer offen, es wird keine "the winner takes it all" Situation geben", so Neumann.

Die vollständige Studie können Sie hier herunterladen:

https://www.rolandberger.com/de/Publications/Future-of-Health-Der-Aufstieg-der-Gesundheitsplattformen.html

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Internet Economy Report 2020 – Status Quo, Ausblick und Empfehlungen an die Politik

Pressemitteilungen   •   Sep 24, 2020 09:20 CEST

IE.F präsentiert gemeinsam mit Roland Berger und Warburg Pincus umfassende Studie zur Lage der europäischen Internetwirtschaft.

Gemeinsam stellten IE.F, Roland Berger und Warburg Pincus am Mittwoch, den 23.09. in Anwesenheit der Staatsministerin für Digitalisierung im Bundeskanzleramt, Dorothee Bär (CDU/CSU) und dem Leiter des Grünen Wirtschaftsbeirates, Dr. Danyal Bayaz (Bündnis 90/Die Grünen) den “Internet Economy Report 2020” vor.

Der Report zeichnet ein umfassendes Bild des Status der europäischen Internetwirtschaft – auch im Vergleich zur Konkurrenz aus den USA und China. Dazu bereitet der Bericht die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten auf, analysiert aktuelle Trends und leitet daraus die richtigen Maßnahmen ab, um Europas Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Fokus der Benchmark-Studie sind dabei die Bereiche Infrastruktur, Risikokapital, Gründungsbedingungen und Wettbewerb auf digitalen Plattformen.

Die wichtigsten Forderungen im Überblick:

  • Europa muss die Einführung von 5G vorantreiben, um die wirtschaftlichen Vorteile der neuen Technologie zu nutzen. Dazu gehört vor allem auch die Stärkung von Technologien, wie Virtual und Open Radio Access Networks, um neue Möglichkeiten für europäische Anbieter zu schaffen. Die Einführung von National Roaming ist dabei Grundvoraussetzung für einen fairen Wettbewerb und den zügigen Ausbau von 5G.
  • Datenportabilität und Interoperabilität sind entscheidend für Wettbewerb im europäischen Cloud-Computing-Markt. Wir müssen daher auf europäischer Ebene den Monopolisierungstendenzen aktiv entgegenwirken.
  • Die EU-Mitgliedsstaaten sollten sich stärker auf einheitliche Standards für Startups einigen. Die Etablierung eines European Startup Nation Standard wäre dabei entscheidend, u.a. um Mitarbeiterkapitalbeteiligungen attraktiver zu machen.
  • Europäische Startups brauchen einen besseren Zugang zu Risikokapital, insbesondere in der Wachstumsphase. Die Einführung u.a. von staatlichen Dachfonds könnte dabei helfen, das Risiko für Investoren zu verringern und privates Kapital zu mobilisieren. Nicht zuletzt sollte die Europäische Kommission die Kapitalmarktunion weiter vorantreiben, um einheitliche Standards für VC-Investitionen zu schaffen.
  • Im Zeitalter digitaler Plattformen brauchen europäische Internetunternehmen einen fairen Wettbewerb. Dabei ist die Verbesserung der Datenportabilität und die konsequente Entbündelung von vertikalen Diensten dominanter Digitalplattformen entscheidend. Der diskriminierungsfreie Zugang zu digitalen Infrastrukturen muss sichergestellt sein. Für ihr entschlossenes Vorgehen verdienen EU-Kommissarin Margrethe Vestager und Bundeskartellamtspräsident Andreas Mundt dabei unsere volle Unterstützung.

Prof. Dr. Friedbert Pflüger, Vorsitzender IE.F: “Seit ihrer Gründung setzt sich die IE.F für die digitale Zukunft Europas ein. Unser Internet Economy Report zeigt nun erstmals auf, dass sich in den vergangenen Jahren zwar hierzulande einiges in die richtige Richtung bewegt hat. Doch es ist bisher nicht gelungen, auch nur annähernd zur Konkurrenz aus China und den USA aufzuschließen. Dafür braucht es dringend eine koordinierte europäische Politik, die den Rahmen für fairen Wettbewerb und raschen Ausbau setzt sei es auf dem Cloud Markt, dem Ausbau von 5G, beim Thema Wachstumskapital, der Verbesserung von Gründungsbedingungen oder der entschlossenen Regulierung dominanter Plattformen.”

Stefan Schaible, Global Managing Partner Roland Berger: “Unsere Analysen zeigen: Europa darf sein Licht nicht unter den Scheffel stellen. Aber klar ist auch: Wir haben in Sachen Digitalisierung noch großen Aufholbedarf: Unsere Unternehmen müssen die digitale Transformation vorantreiben und neue, datengetriebene Geschäftsmodelle entwickeln. Dazu brauchen sie Kapital, kluge Köpfe und eine zuverlässige digitale Infrastruktur.”


Die komplette Studie finden Sie interaktiv aufbereitet unter:
Deutsch: https://report.ie.foundation/de/report-2020
Englisch: https://report.ie.foundation/report-2020

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 35 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 52 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern.

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Krise in der Krise: Covid-19 verschärft wirtschaftliche Situation deutscher Kliniken

Pressemitteilungen   •   Jul 27, 2020 08:52 CEST

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  • 57 Prozent der Krankenhäuser rechnen 2020 mit einem Defizit
  • Staatliche Hilfen können Verluste nicht komplett ausgleichen
  • Ambulantisierung und Digitalisierung werden weiter beschleunigt

München, Juli 2020: Die Covid-19-Krise hat die ohnehin angespannte Situation der Krankenhäuser in Deutschland deutlich verschärft. Fast sechs von zehn deutschen Kliniken (57 Prozent) rechnen für 2020 mit einem Defizit, im vergangenen Jahr schrieben noch 32 Prozent rote Zahlen. Hauptgrund ist die rückläufige Auslastung während der Pandemie-Hochphase im März und April. Hier sank die Belegung der Intensivstationen großer Krankenhäuser mit über 1.000 Betten um 27 Prozent, auf Normalstationen sogar um 37 Prozent. Das sind Ergebnisse der "Krankenhausstudie 2020" von Roland Berger. Für die Untersuchung haben die Autoren Klinikmanager der 600 größten Krankenhäuser in Deutschland befragt.

„Das Gesundheitssystem in Deutschland funktioniert – das hat sich während der Covid-19-Krise einmal mehr gezeigt. Aber die wirtschaftliche Situation vieler Kliniken hat sich durch die Pandemie noch einmal deutlich verschlechtert,“ sagt Peter Magunia, Partner bei Roland Berger. „Mit einer schnellen Erholung der Patientenzahlen und damit verbundenen Einnahmen ist nicht zu rechnen. Um in dieser Situation zu bestehen, sollten Häuser noch offener für intensivere Kooperationen mit anderen Kliniken sein, ihre ambulanten Angebote gezielt ausbauen und Schritt für Schritt Reformvorhaben im Bereich Digitalisierung vorantreiben.“

Ausgleichszahlungen können Erlösausfälle nicht kompensieren

Das im März verabschiedete Krankenhausentlastungsgesetz billigt den Kliniken pro Tag eine Pauschale von 560 Euro pro freigehaltenem Bett zu. Insbesondere bei den großen Häusern mit mehr als 1.000 Betten konnten diese Mittel die Ausfälle nicht kompensieren: 75 Prozent dieser Kliniken gaben in der Studie an, dass diese Hilfen, die durch Covid-19 entstandenen Erlösausfälle nicht auffangen können. Die Situation verschärft sich durch die Tatsache, dass sich die Kliniken nur langsam wieder füllen. Die Mehrzahl der befragten Krankenhausmanager rechnet damit, dass sich die Patientenzahlen frühestens nach sieben Monaten wieder erholen werden. Fünf Prozent der Befragten gehen sogar davon aus, dass das Vorkrisen-Niveau nie mehr erreicht werden kann.

Die Krise als Beschleuniger für Trends

Grundsätzlich spielt die Organisationsstruktur eines Krankenhauses eine immer wichtigere Rolle für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. In 2019 erzielten 76 Prozent der in einem Verbund organisierten Kliniken zumindest eine schwarze Null. Bei den eigenständigen Kliniken verzeichneten 38 Prozent ein Defizit. „Die Verbundkliniken profitieren von Synergieeffekten und stehen in Summe signifikant besser da. Covid-19 wird den Trend zu mehr Zusammenarbeit noch weiter beschleunigen“, sagt Magunia. Auch das Thema Digitalisierung gewinnt weiter an Bedeutung. „Immer öfter wird in den Kliniken über neue Angebote wie Videosprechstunden oder ein digitales Monitoring von Patienten nachgedacht“, kommentiert Magunia. Darüber hinaus nahmen die stationären Fallzahlen auch schon vor Corona ab, gerade in diesem Bereich wollen viele Häuser aber Wachstum erzielen. „Jede Klinik sollte sich genau überlegen, wo die Nachfrage im stationären Bereich am stärksten wegbricht und ihre ambulanten Angebote selektiv anpassen“, sagt Magunia.

Bildmaterial finden Sie unter: https://rolandberger.mynewsdesk.com/latest_media

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 35 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 52 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern.

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Roland Berger verstärkt sein Kompetenzzentrum Restructuring, Performance, Transformation and Transaction (RPT) mit zwei Partnern und einem Principal

Pressemitteilungen   •   Jul 20, 2020 08:27 CEST

München, Juli 2020: Die Covid-19-Pandemie hinterlässt in der Wirtschaft tiefe Spuren. In einigen Branchen forciert sie einen ohnehin schon bestehenden Abwärtstrend, aber auch bis dato gut aufgestellte Firmen stehen vor enormen Herausforderungen. Als führende Unternehmensberatung für Restrukturierungen und Performance-Verbesserungen reagiert Roland Berger auf diese Situation und hat sein Kompetenzzentrum Restructuring, Performance, Transformation and Transaction (RPT) mit weiteren Experten verstärkt: Stephan Hartmann kommt als Partner am Standort Zürich an Bord. Jan Maser fokussiert sich als Partner auf tiefgreifende Restrukturierungsprojekte. Markus Held wird sich als Principal vor allem auf das Beratungsangebot im Segment Debt Advisory konzentrieren und die Services weiter ausbauen.

"Die Covid-Pandemie stellt für viele Firmen einen nie dagewesenen wirtschaftlichen Einschnitt dar. Unternehmen suchen gerade jetzt externen Sachverstand, um durch diese Krise zu kommen. Dementsprechend stark nachgefragt sind unsere maßgeschneiderten Dienstleistungen für die Bewältigung von Krisen- und Sondersituationen. Ich freue mich, dass wir drei neue Experten für uns gewinnen konnten, um unsere Klienten im deutschsprachigen Raum noch umfangreicher zu unterstützen", sagt Sascha Haghani, Leiter des globalen Kompetenzzentrums RPT und Geschäftsführer DACH bei Roland Berger. "Bei vielen Firmen steht aktuell die Liquiditätssicherung an erster Stelle. Mit Blick auf die Geschäftsplanung für die 'neue Normalität' nach der Krise gilt es jetzt, den mittelfristigen Finanzierungsbedarf zu ermitteln, die Kapitalstruktur anzupassen und den Cashflow zu optimieren. Generell wird dadurch eine Vielzahl von Unternehmen ihre Verschuldung zur Liquiditätssicherung deutlich ausweiten müssen. Je nach Entwicklung in naher Zukunft steigen damit die Herausforderungen bei der Rückführung bzw. Optimierung dieser Finanzierungsstruktur. Wir sind in der Lage, Klienten in diesem Prozess durchgängig zu begleiten."

Stephan Hartmann unterstützt Roland Berger als Partner am Standort Zürich. Hier berät er als Experte für Effizienzsteigerung, Kostensenkung und Digitalisierung zu allen Themen der CFO-Agenda, u.a. Post-Merger-Integrationen, Carve-out-Programmen und Finance-Transformationen. Zuletzt verantwortete er als Co-Head das Geschäft im Bereich Finance & Performance bei einer großen Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft. Hartmann verfügt über mehr als 17 Jahre Berufserfahrung in der Industrie und Beratung, seine Branchenschwerpunkte sind Maschinenbau, Hightech und Pharma. Stephan Hartmann promovierte an der Universität Zürich und besitzt weitere akademische Titel von der University of Notre Dame in Chicago (MBA) sowie von der Universität Mannheim (Diplom-Kaufmann).

Jan Maser verstärkt als Partner das Kompetenzzentrum RPT am Standort Düsseldorf. Sein Fokus liegt auf der strategischen Neuausrichtung und tiefgreifenden Restrukturierung von Unternehmen. Jan Maser war zuletzt als Mitglied der Geschäftsleitung eines Technologie- und Beratungshauses mitverantwortlich für dessen Restrukturierungsgeschäft und leitete in dieser Funktion zahlreiche Sanierungen inklusive Refinanzierungen und M&A-Transaktionen sowie Prozess- und Kostenoptimierungen. Zudem koordinierte er als Head of Automotive die internationalen Projektaktivitäten des Hauses in der Automobil- und Zulieferbranche. Jan Maser verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Industrie und Beratung und besitzt einen Abschluss als Diplom-Wirtschaftsingenieur von der Hochschule Pforzheim.

Markus Held stößt als Principal am Firmenhauptsitz in München zu Roland Berger. Mit mehr als zehn Jahren Erfahrung in den Bereichen Finanzrestrukturierung, Refinanzierung und Corporate Finance wird er sich vor allem auf das Beratungsangebot im Segment Debt Advisory konzentrieren. Zuletzt war Held als Managing Director und Head of Distressed M&A bei einer auf Finanzrestrukturierung spezialisierten Beratungsboutique tätig. In dieser Funktion sammelte er seit 2011 umfangreiche Erfahrung insbesondere bei Klienten aus dem deutschen Mittelstand und unterstützte operativ auch aus CRO-, CFO- oder Beiratsrollen heraus. Zuvor war Held als selbständiger Berater für Corporate-Finance-Services, als Head of Finance bei einem Immobilienkonzern und als Investment-Manager bei einer Beteiligungsgesellschaft einer führenden deutschen Bank tätig. Markus Held hat einen Master of Laws (LL.M.) an der Frankfurt School of Finance & Management erworben.

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Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 35 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 52 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern.

Die Covid-19-Pandemie hinterlässt in der Wirtschaft tiefe Spuren. In einigen Branchen forciert sie einen ohnehin schon bestehenden Abwärtstrend, aber auch bis dato gut aufgestellte Firmen stehen vor enormen Herausforderungen. Als führende Unternehmensberatung für Restrukturierungen und Performance-Verbesserungen reagiert Roland Berger auf diese Situation und verstärkt sich mit weiteren Experten.

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Europäische Stahlindustrie muss für CO2-Reduktion über 100 Milliarden Euro investieren

Pressemitteilungen   •   Apr 29, 2020 09:00 CEST

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  • Technologische Umstellung sollte in den nächsten 5-10 Jahren beginnen, um europäische Klimaziele bis 2050 einzuhalten
  • Stahlindustrie emittiert momentan rund 22 Prozent der industriellen CO2-Emissionen in der Europäischen Union
  • Wasserstoffbasierte Technologien sind Schlüssel zur erfolgreichen Transformation
  • Finanzierbarkeit und internationale Wettbewerbsfähigkeit abhängig von staatlicher Unterstützung, insbesondere unter Berücksichtigung der erwartenden Belastungen durch Covid-19-Krise

München, April 2020: Die europäische Stahlindustrie ist unter Zugzwang: Im Augenblick ist das stahlproduzierende Gewerbe mit 22 Prozent der größte industrielle CO2-Emittent in Europa. Gleichzeitig hat die Europäische Union zur Erfüllung des Pariser Klimaabkommens beschlossen, bis 2050 klimaneutral zu werden. Mit den derzeit angewandten Methoden zur Herstellung von Roheisen und Stahl, wird dieses Ziel verfehlt werden. Deshalb müssen die Unternehmen ihre Produktion auf eine neue, großflächig einsetzbare und vor allem klimaneutrale Technologie umstellen. Ein weiteres Problem: Die Zeit drängt. Denn es bleiben nur noch fünf bis zehn Jahre, um die technologische Neuausrichtung einzuleiten, die dann in 30 Jahren vollendet sein soll. Die neue Studie von Roland Berger "The future of steelmaking – How the European steel industry can achieve carbon neutrality" bewertet mögliche Technologien und zeigt auf, wie eine Transformation gelingen kann.

"Wenn die europäische Stahlindustrie die Klimaziele der EU erreichen soll, muss kräftig investiert werden. Wir rechnen mit rund 100 Milliarden Euro, um allein die Rohstahlproduktion aus Eisenerz auf Klimaneutralität umzustellen", sagt Akio Ito, Partner von Roland Berger. Allerdings könnte selbst diese Summe zu niedrig angesetzt sein, da die weltweite Rohstahlproduktion wächst, bis 2050 mit einem Plus zwischen 30 bis 50 Prozent. "Wenn die Unternehmen die Investitionen alleine tragen müssen, werden sie den Stahl auf einem eh schon stark umkämpften Markt nicht mehr zu konkurrenzfähigen Preisen anbieten können, sofern sie die Transformation überhaupt finanzieren können", warnt Akio Ito.

Wasserstoffbasierte Verfahren technologisch weit fortgeschritten

Für die Stahlindustrie ist die Frage nach der richtigen technologischen Lösung für eine umfassende CO2-Reduktion noch nicht abschließend beantwortet. So könnte der CO2-Ausstoß durch eine Kombination von CO2-Speicherung und teilweisem Einsatz von Biomasse im Hochofen zwar reduziert, allerdings nicht auf null gesenkt werden. Andere Optionen wie die Plasma-Direktstahlerzeugung oder die elektrolytische Reduktionsverfahren befinden sich in einem sehr frühen Entwicklungsstand. Das bringt große Unsicherheiten für einen industriellen Einsatz mit sich. "Wir haben verschiedene Verfahren auf ihre technologische Verfügbarkeit, Realisierbarkeit in Großanlagen sowie die wirtschaftliche Tragfähigkeit hin untersucht", sagt Bernhard Langefeld, Partner von Roland Berger. "Wasserstoffbasierte Direktreduktion ist unserer Ansicht nach am weitesten entwickelt und – sobald es denn genügend grüne Energie gibt – für das Klima am sinnvollsten."

Allerdings sind wasserstoffbasierte Reduktionsverfahren zur Stahlerzeugung nicht von heute auf morgen einsetzbar. So benötigt die Wasserstofferzeugung sehr große Mengen an Energie. "Der Gesamtenergiebedarf für eine klimaneutrale Stahlproduktion beläuft sich auf circa 120 Terrawattstunden (TWh) pro Jahr", sagt Bernhard Langefeld. Zum Vergleich: Momentan ist die weltweit größte Anlage zur Wasserstoff-Elektrolyse in Hamburg geplant. Sie kann bei einer optimalen Laufleistung nicht ganz 1 TWh pro Jahr erzeugen.

Politische Unterstützung notwendig

Den Aufbau dieser Kapazitäten an Wasserstoffelektrolyse aus erneuerbaren Energien sowie entsprechender Direktreduktionsöfen kann die Stahlindustrie nicht umsetzen, ohne die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Endprodukte zu riskieren. Dabei ist der Anteil der europäischen Stahlproduktion am Weltmarkt bereits in den letzten Jahrzehnten deutlich gesunken. "Ohne eine politische Unterstützung ist es sehr wahrscheinlich, dass große Teile der Wertschöpfungskette aus Europa in Länder mit billiger Energie und weniger Regulierung verlagert werden" warnt Akio Ito. Neben den zu befürchtenden negativen Konsequenzen für die europäische Stahlindustrie würde das bedeuten, dass die weltweite Stahlproduktion weiterhin sehr CO2-intensiv und damit klimaschädlich bliebe.

Die EU sollte also selbst aktiv werden und unter anderem sicherstellen, dass importierter Stahl und importierte Stahlprodukte in Zukunft die gleichen regulatorischen Anforderungen erfüllen wie inländische Produkte oder entsprechend besteuert werden. Außerdem müssen klare Rahmenbedingungen vereinbart werden, die die notwendigen Investitionen langfristig absichern. "Die EU oder die einzelnen Regierungen sollten zusätzlich notwendige Steuererleichterungen, Subventionen und Finanzierungen anbieten, um den Stahlproduzenten den Umstieg zu ermöglichen. Die finanziellen Folgen von Covid-19 können die Stahlunternehmen auf Jahre belasten, daher wären Konjunkturpakete für Grünen Stahl sinnvoll", rät Akio Ito.

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 35 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 52 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern.

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Roland Berger Partner setzen bei Neuwahl des Managements auf Kontinuität und beschließen Beratungspaket für Corona-Krise

Pressemitteilungen   •   Mär 27, 2020 17:05 CET

  • Mit neuem Management setzt Roland Berger auf bewährte Köpfe etablierter Beratungsfelder und Regionen.
  • Unterstützung von Kunden in aktueller Krisensituation und Reaktivierung der Wirtschaftsleistung nach Shutdown im Fokus der Beratungsansätze.

München, März 2020: Turnusgemäß haben die rund 250 Roland Berger Partner aus 35 Ländern auf dem ersten rein virtuellen Partnermeeting der Firmengeschichte am 27. März ein neues Management und einen neuen Aufsichtsrat gewählt. Unter dem Eindruck der Corona-Pandemie diskutierten die Consultants zudem ein umfangreiches Beratungspaket, um Klienten in der aktuellen Krisensituation zu unterstützen. Im Fokus stand dabei vor allem die Frage, wie die Wirtschaftsleistung nach dem derzeitigen Shutdown wieder kontrolliert reaktiviert werden kann. In der westlichen Welt wird dies zu einem Zeitpunkt stattfinden müssen, zu dem das Coronavirus noch nicht vollständig besiegt sein kann.

Das für vier Jahre gewählte, neue Board of Managing Directors besteht mit Marcus Berret, Denis Depoux und Stefan Schaible aus bewährten Gesichtern aus der bisherigen Führungsriege. Stefan Schaible wird die Funktion als Global Managing Partner und Sprecher des Vorstands wahrnehmen. Zusammen mit dem neuen Aufsichtsrat der Gesellschaft, in dem Laurent Benarousse, Sascha Haghani, Robert Henske, Yvonne Ruf und René Seyger vertreten sind, ist die Diversität der Beratungsgesellschaft über alle etablierten Expertisefelder und Regionen hinweg repräsentiert.

Stefan Schaible, Global Managing Partner und Sprecher des Vorstands, sieht die schnelle und aktive Unterstützung von Kunden in der aktuellen Lage als oberste Priorität der Beratung: „Die Ausbreitung des Coronavirus stellt unsere Gesellschaften und die globale Wirtschaft vor eine nie dagewesene Belastungsprobe. Dabei hat der Schutz der Bevölkerung und insbesondere der Risikogruppen oberste Priorität. Deshalb sind die weltweiten Kontaktverbote und Rettungsmaßnahmen für Unternehmen vollkommen richtig. Wichtig ist aber auch schon jetzt die Frage, wie wir die Wirtschaftsleistung wieder kontrolliert hochfahren. Konkret bedeutet das, die Arbeitskräfte so zu schützen, dass eine Wiederaufnahme von Produktion und Dienstleistungen auf breiter Basis möglich ist. Dies erfordert einen gesellschaftlichen Kraftakt in Bezug auf die Verfügbarkeit von Corona-Tests, Schutzanzüge, Atemmasken, Desinfektionsmitteln etc. und die schnelle Umsetzung Corona-kompatibler Arbeitsprozesse. Die deutschen Unternehmen mit ihrem exzellenten Produktions-Know-how sind hier gefordert, erst das Gesundheitssystem vollumfänglich zu beliefern und dann schrittweise anderen Unternehmen ein Hochfahren der Arbeit zu ermöglichen. Wir bringen uns dabei mit dem Ansatz des "Geschützten Hochfahrens" ein, der die humanen und wirtschaftlichen Faktoren im Blick hat.“

Mit seiner breiten Aufstellung in Industrien und funktionalen Beratungsleistungen unterstützt Roland Berger Kunden in vielen Projekten derzeit akut in der Reaktion auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Es werden in diesen Tagen in vielen Unternehmen sogenannte Emergency Rooms eingerichtet und 360-Grad-Checks erarbeitet. Adhoc-Maßnahmen sehen vor allem vor, Liquiditätsengpässe zu vermeiden und das Vertrauen von Investoren und Banken und ggf. Staatshilfen zu sichern. Mit seiner ausgewiesenen Erfahrung in der Restrukturierung, dem Performance Improvement von Unternehmen und der ausgewiesenen Industriekompetenz in Schlüsselbranchen berät Roland Berger zu sensiblen Entscheidungen der Geschäftssicherung, die es ermöglichen, kurzfristig Kosten zu senken und gleichzeitig Wachstumskraft zu bewahren. Die beschriebenen Services werden der Situation angemessen weitgehend in einem "Remote-Modus" zur Verfügung gestellt.

Die weltweit integrierten Beratungsfelder von Roland Berger ermöglichen die Zusammenführung von Eindrücken aus internationalen Märkten und Branchentrends. Mit Analysen zu den wirtschaftlichen Auswirkungen von COVID-19 liefert die Beratung mögliche Szenarien und hilft Unternehmen, die Folgen der Krise einzuschätzen. Basierend auf diesen Erkenntnissen erarbeiten Unternehmen mit Roland Berger Experten branchenspezifische, individuelle Lösungen für akute operative Herausforderungen und definieren Antworten auf mittelfristige Veränderungen des Geschäftsumfelds, damit die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig gesichert werden kann.

Bildmaterial des neuen Board of Managing Directors finden Sie hier: https://rolandberger.mynewsdesk.com/latest_media

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 35 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 52 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern.

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PE-Branche setzt auf die Weiterentwicklung der Portfoliounternehmen: Nachhaltige Geschäftsmodelle werden immer wichtiger

Pressemitteilungen   •   Feb 25, 2020 08:25 CET

(Study Download)

  • Gesellschaften sehen Nachhaltigkeit als immer relevanteres Kriterium für ihr Portfoliomanagement
  • 70 Prozent der Analysten rechnen mit einem wirtschaftlichen Abschwung in Europa
  • Am aussichtsreichsten bewerten die PE-Experten den Markt in Skandinavien, Italien und Griechenland

München, Februar 2020: Das Thema ökologische Nachhaltigkeit wirkt sich immer konkreter auf das Anlageverhalten in der Private Equity-Branche aus: Unter den wichtigsten Kriterien für das Portfoliomanagement liegt das Thema im Vergleich zum Vorjahr am stärksten zu (5 Prozent) und landet so unter den Top-5. Das ist eines der Kernergebnisse des "European Private Equity Outlook 2020", für den Roland Berger europaweit rund 2.500 PE-Experten befragt hat.

"Die gestiegene Aufmerksamkeit der Investoren für ökologische Nachhaltigkeit spiegelt nicht nur die starke öffentliche Sensibilität für Umweltthemen wider", sagt Sascha Haghani, Mitglied der globalen Geschäftsführung und Head of Restructuring, Performance, Transformation & Transaction von Roland Berger. "Die Klimaverträglichkeit des Anlageportfolios ist heute auch ein zentraler Faktor für die Werthaltigkeit der Assets."

Schwächelnde Ökonomie führt zu Investitionen in konjunkturresistente Unternehmen

Insgesamt geht die Branche verhalten optimistisch ins Jahr 2020. Etwa ein Drittel der Befragten erwartet im Vergleich zum Vorjahr keine Veränderung bei M&A-Transaktionen mit PE-Beteiligung, 29 Prozent rechnen mit einem leichten Anstieg. Allerdings gehen 42 Prozent der Befragten von einem leichten Rückgang der europäischen Wirtschaft aus; fast zwei Drittel der PE-Profis (70%) bereiten sich auf einen potenziellen Wirtschaftsabschwung vor.

„Investitionen in stabile Unternehmen, die weniger anfällig für konjunkturelle Schwankungen sind, gelten als die wirksamsten Maßnahmen zur Vorbereitung auf den Abschwung“, sagt Christof Huth, Partner bei Roland Berger. Der Fokus der Aktivitäten liegt denn auch in der Konsolidierung des Portfolios. Das geringe Interesse an Neugeschäft mag auch an der Bewertung der Märkte liegen; 94 Prozent der PE-Profis halten den Markt gegenwärtig für überbewertet.

Große Unterschiede zwischen Regionen

Die prognostizierte Entwicklung des PE-Markts unterscheidet sich signifikant nach Regionen. So wird für Skandinavien ein Wachstum der M&A-Aktivitäten von 2,3 Prozent im Vergleich zu 2019 erwartet. Auch für Italien und Griechenland rechnen die Experten mit einem Aufholeffekt und einem Wachstum von 1,5 bzw. 1,4 Prozent. Großbritannien, DACH und Frankreich werden im Jahr 2020 voraussichtlich stabil bleiben.

Die Branchen mit den größten Umsatzerwartungen haben sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht grundlegend verändert. An der Spitze steht für 2020 Technologie, Software & Medien (90%) gefolgt von Pharma & Healthcare (81%) sowie Business Services & Logistics (59%). Abgeschlagen am Ende der Skala finden sich Automotive (7%) und Bauindustrie (11%).

„Investoren sind nach wie vor besonders an Firmen mit innovativen Technologieansätzen interessiert, von denen sie sich hohe Wachstumsraten in den kommenden Jahren versprechen. Zudem gelten auch 2020 insbesondere kleine und mittlere Unternehmen als aussichtsreiche Ziele“, erklärt Christof Huth.

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 34 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 50 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 230 Partnern.

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Investitionen in KI-Startups haben sich in Deutschland 2019 fast verdoppelt: Anstieg auf 510 Millionen Dollar

Pressemitteilungen   •   Feb 11, 2020 09:00 CET

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  • Im Jahr 2018 lagen die Investitionen noch bei 273 Millionen Dollar
  • Die europäischen Spitzenreiter Frankreich (1,3 Milliarden Dollar) und Großbritannien (1,2 Milliarden) liegen deutlich vorn
  • 14 Prozent der ausländischen Investoren in Deutschland stammen aus den USA

München, Februar 2020: In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 218 Neugründungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) finanziert. Damit liegt Deutschland im europäischen KI-Ökosystem auf dem dritten Platz, hinter Großbritannien (590 Startups) und Frankreich (235 Startups). Bei den Investitionen liegt Deutschland mit rund 510 Millionen Dollar nur auf dem vierten Platz hinter Frankreich (1,3 Milliarden Dollar), Großbritannien (1,2 Milliarden) und Israel (902 Millionen). Und das obwohl sich das Investitionsvolumen in Deutschland im Vergleich zu 2018 fast verdoppelt hat. Dies geht aus der internationalen Studie The road to AI – Investment dynamics in the European ecosystem hervor, die Roland Berger in Zusammenarbeit mit France Digitale, dem größte Startup-Verband in Europa, der 1400 digitale Startups und mehr als 100 Investoren umfasst, veröffentlicht. Dafür wurden die 28 Mitglieder der Europäischen Union (inklusive Großbritannien) sowie Norwegen, die Schweiz und Israel befragt.

„Viele Entwicklungen sind sehr erfreulich, da sie zeigen, dass das europäische KI-Ökosystem weiter stark wächst“, sagt Jochen Ditsche, Partner von Roland Berger. „Doch im Vergleich zu China und den USA ist das europäische KI-Ökosystem zu stark fragmentiert und leidet unter mangelnder Integration.“ Probleme, so Ditsche, die sich mit dem EU-Austritt Großbritanniens noch verschärfen könnten.

Chinesische Investoren spielen untergeordnete Rolle
Auf Frankreich, Großbritannien Israel und Deutschland entfielen in den Jahren 2009 bis 2019 gut 80 Prozent der Investitionen. Unter den fünf größten ausländischen Geldgebern sind amerikanische Investoren in den jeweiligen Ländern stark vertreten: Sie stellten im vergangenen Jahr 17,5 Prozent der ausländischen Geldgeber in Großbritannien, 14 Prozent in Deutschland und 7,5 Prozent in Frankreich dar. Chinesische Investoren spielen hingegen bisher kaum eine Rolle. Die europäischen KI-Ökosysteme hängen immer noch stark von ihren inländischen Investoren ab.

„Allerdings hat die Finanzierung von KI-Startups erst seit 2014 richtig Fahrt aufgenommen", so Ashok Kaul, Partner von Roland Berger. "Seitdem liegen die jährlichen Wachstumsraten bei über 50 Prozent.“. In Zahlen: 2014 wurden in allen untersuchten Ländern insgesamt nur 528 Millionen Dollar in KI-Startups investiert – nur etwas mehr als 2019 allein in Deutschland.

Europa ist zu stark fragmentiert
Trotz des starken Wachstums in Europa, fehlt es nach wie vor an der notwendigen Abstimmung zwischen den einzelnen Ländern. So gibt es zum Beispiel bei der Datenschutz-Grundverordnung aufgrund unterschiedlicher Interpretationen einen europäischen Flickenteppich. "Europa darf sich nicht weiter im Klein-Klein verlieren", warnt Ashok Kaul. "Wir benötigen eine Strategie, die den freien Datenfluss sicherstellt, Synergien zwischen den Ländern schafft und damit die unterschiedlichen Stärken und Schwächen bei Patenten, Infrastruktur, Investitionskapazität und Fachkräften ausgleicht."

Großbritannien hat im europäischen KI-Ökosystem eine Schlüsselrolle inne. Im Ländervergleich sorgen die Briten für die höchsten Ausgaben in Forschung und Entwicklung und melden die meisten Patente an. "Der Brexit kann den Zugang zu Daten weiter behindern und die Innovation und Dynamik in ganz Europa beeinträchtigen", warnt Jochen Ditsche. "Deshalb benötigen wir ein umfassendes und in die Zukunft gerichtetes Framework zwischen der EU und Großbritannien, damit Digitalunternehmer und Investoren den eingeschlagenen Wachstumskurs weiterverfolgen können."