Unternehmen erwarten erheblichen Einfluss von Quantencomputern auf ihr Geschäftsmodell

Pressemitteilungen   •   Mai 11, 2021 09:19 CEST

  • Quantentechnologie wird neue Disruptionen verursachen
  • Lösung von Optimierungsproblemen wird eines der ersten Einsatzfelder sein; vor allem verarbeitende Industrien wie Automotive, Pharma und Chemie werden profitieren
  • Steigende Investitionen deuten auf vielversprechende Entwicklung in Richtung Kommerzialisierung; erste Märkte existieren bereits

München, Mai 2021: Quantencomputer dürften im kommenden Jahrzehnt zunehmend Einfluss auf Unternehmen und ihre Geschäftsmodelle gewinnen. Das zeigt eine Studie, für die Roland Berger europaweit 110 Führungskräfte unterschiedlichster Branchen befragt hat: Die Mehrheit erwartet signifikante Veränderungen durch die ultraschnelle Rechentechnologie, entweder weil sie den digitalen Wandel zusätzlich beschleunigt (42%) oder weil sie neue Disruptionen auslöst (23%). 63 Prozent wollen das Thema daher künftig bei strategischen Überlegungen stärker berücksichtigen.

Bisher spielt die Quantentechnologie in der Agenda der Unternehmenslenker eine untergeordnete Rolle: Nur 8 Prozent der Befragten beziehen den erwarteten Wandel bereits dezidiert in ihre Planungen mit ein. Weitere 35 Prozent geben an, dass sie die Entwicklung zumindest im Auge behalten. „Die Zurückhaltung ist verständlich, denn der kommerzielle Nutzen der Quantencomputer wird noch einige Zeit auf sich warten lassen“, sagt Martin Streichfuß, Partner von Roland Berger und einer der Studienautoren. „Dennoch halten wir es für sinnvoll, sich bereits frühzeitig mit der neuen Technologie und ihren potenziellen Anwendungen zu befassen. Dass die Mehrheit unserer Umfrageteilnehmer dies auch vorhat, ist daher ein gutes Signal.“

Quantencomputing als wichtiges Zukunftsthema
Quantencomputer könnten vielseitig genutzt werden. Aus Sicht der Roland Berger-Experten sind vor allem vier Einsatzbereiche der ultraschnellen Rechner kommerziell relevant: erstens die Lösung von Optimierungsproblemen, für die klassische Computer oft sehr lange brauchen, zweitens Simulationen komplexer Strukturen, drittens Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen und viertens das Thema Kryptografie. „In Zukunft kommen sicher weitere Anwendungsfälle dazu“, sagt Michael Alexander, Partner und einer der Leiter des Advanced Technology Centers von Roland Berger. „Denn wie bei jeder neuen Technologie werden sich auch bei Quantencomputern aktuell noch nicht vorstellbare Einsatzfelder auftun, sobald sie erst einmal von einem größeren Anwenderkreis getestet werden.“

Automobil-, Pharma- und Chemiebranche dürften profitieren
Welche Industrien am ehesten Nutzen aus den neuen Rechenmöglichkeiten ziehen werden, hängt vor allem von der Datenintensität des jeweiligen Geschäftsmodells ab: „Entscheidend sind die Menge der Daten, ihre Vielfalt und die erforderliche Verarbeitungsgeschwindigkeit,“ sagt Frederik Hammermeister, Partner bei Roland Berger. „Wir erwarten, dass vor allem die Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten des verarbeitenden Gewerbes vom Quantencomputing profitieren werden, also etwa die Auto-, Pharma- und Chemieindustrie, aber auch die Finanz- und Transportbranche.“

Quantencomputer könnten helfen, die chemischen Abläufe im Innern von Batterien zu simulieren und so den Bau effizienterer Akkus für Elektroautos ermöglichen. Sie könnten das Training von Software, Künstlicher Intelligenz und Maschinenlernprozessen auf ein neues Niveau heben und dabei Anwendungen wie das autonome Fahren oder die automatische Erkennung von Krankheiten wie Krebs verbessern. Des Weiteren könnten sie in der Finanzbranche helfen, komplexe Optimierungsprobleme zu lösen, die aktuell selbst den größten Superrechnern zu schaffen machen.

Auch die Arbeit mit Chemikalien und Wirkstoffen ließe sich revolutionieren: „Was heute oft jahrelange Laborarbeit erfordert, zum Beispiel die Ermittlung von Molekülstrukturen oder die Analyse ihrer Eigenschaften, könnte mit Quanten-Simulationen in einem Bruchteil der Zeit stattfinden,“ sagt Studienautor Alexander. „Damit würde die Entwicklung neuer Medikamente oder Materialien enorm beschleunigt und vereinfacht.“

Massive öffentliche und private Investitionen
Wann der technologische Durchbruch im Bereich Quantencomputing gelingt, kann niemand seriös vorhersagen. Trotzdem entwickelt sich derzeit ein interessantes Marktumfeld für die Technologie. Das liegt unter anderem an sehr hohen öffentlichen Fördergeldern: Insgesamt 22 Milliarden Euro geben Staaten weltweit für Forschungsprogramme zu Quantentechnologien aus, am meisten China (10 Mrd.), Deutschland (3,1 Mrd.) und Frankreich (1,6 Mrd.). Denn Quantentechnologie gilt als kritische Infrastruktur. Das inspiriert auch private Geldgeber: Die Anzahl der Venture-Capital-Transaktionen im Bereich der Quantenanwendungen hat ebenfalls einen historischen Höchststand erreicht – ein Indiz dafür, dass immer mehr Investoren in nicht allzu ferner Zukunft mit einem kommerziellen Einsatz rechnen.

Für Unternehmen heißt das, die Fortschritte und Meilensteine sehr genau zu beobachten und Szenarien über potenzielle Auswirkungen der Quantentechnologie auf das eigene Geschäft zu entwickeln. „Bei aller Unsicherheit über das Wann und Wie der Quantentechnologie: Unserer Meinung nach sollten Unternehmen sich dringend damit beschäftigen“, sagt Streichfuß. „Jeder, der in seinem Unternehmen schon einmal ein umfassendes Transformationsprogramm angestoßen hat, weiß: Veränderungen brauchen Zeit. Wer rechtzeitig anfängt, kann Wettbewerbsvorteile für sich schaffen.“

Roland Berger ist die einzige Strategieberatung europäischer Herkunft mit einer starken internationalen Präsenz. Als unabhängige Firma, im alleinigen Besitz unserer Partnerinnen und Partner, sind wir mit 50 Büros in allen wichtigen Märkten präsent. Unsere 2400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeichnet eine einzigartige Kombination aus analytischem Denken und empathischer Einstellung aus. Angetrieben von unseren Werten Unternehmergeist, Exzellenz und Empathie sind wir überzeugt davon, dass Wirtschaft und Gesellschaft ein neues, nachhaltiges Paradigma benötigen, das den gesamten Wertschöpfungskreislauf im Blick hat. Durch die Arbeit in kompetenzübergreifenden Teams über alle relevanten Branchen und Geschäftsfunktionen hinweg bietet Roland Berger weltweit die beste Expertise, um die tiefgreifenden Herausforderungen unserer Zeit heute und morgen erfolgreich zu meistern.

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Green Economy: Wie nachhaltiges Wirtschaften zum Wettbewerbsvorteil wird

Pressemitteilungen   •   Apr 19, 2021 09:16 CEST

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  • CO2-Preis müsste im Jahr 2040 auf bis zu 150 Euro pro Tonne steigen, um Pariser Klimaziele zu erreichen
  • Unternehmen, die sich nicht aktiv nachhaltig aufstellen, drohen Gewinneinbußen von 5 bis zu knapp 50 Prozent
  • Eingesparte Emissionen werden zum Wettbewerbsfaktor

München, April 2021: Unternehmen müssen nachhaltiger und ökologischer werden. Anderenfalls drohen massive Gewinneinbrüche, in energieintensiven Branchen könnten sich die Erträge sogar fast halbieren. Das Erfordernis zu ökologischem Wirtschaften birgt aber auch Chancen: „Unternehmen, die jetzt handeln, können sich im neu verstandenen Wettbewerb einen klaren Vorsprung sichern“, sagt Stefan Schaible, Global Managing Partner bei Roland Berger. Der Schlüssel dazu liegt in der Bepreisung von Kohlendioxid.

Die Experten von Roland Berger plädieren in der Studie „Die neue Wettbewerbsfähigkeit. Dekarbonisierung als Chance für Unternehmen“ für einen Perspektivwechsel und ermuntern Unternehmen, den unvermeidbaren Wandel als neue Facette im Wettbewerb zu interpretieren, die großes Potenzial verspricht. „Dass umfangreiche Veränderungen zwingend notwendig sind, steht außer Zweifel – der heute schon spürbare Handlungsdruck wird weiter zunehmen“, sagt Yvonne Ruf, Partnerin bei Roland Berger.

ESG im Aufwind, nachhaltige Investments wachsen um 13,5 Prozent
Auch Investoren setzen bei ihren Investitionsentscheidungen zunehmend auf nachhaltige Unternehmen, die ESG-Kriterien berücksichtigen, und ziehen sich aus Branchen mit einer weniger positiven Umweltbilanz zurück. 28 Billionen Euro wurden im Jahr 2018 in nachhaltige Anlagen investiert – vier Jahre zuvor flossen noch elf Billionen Euro weniger in grüne Investments. Das entspricht einem Wachstum von 13,5 Prozent. Und die Politik wird die multinational getroffenen Emissionsvereinbarungen mit immer klareren Rahmensetzungen einfordern.

Der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg liegt in der Interpretation des CO2-Preisesals marktlichem Instrument. Statt CO2-Emissionen allein als Kostentreiber zu betrachten, sollten Managerinnen und Manager CO2-Preise auch als eine neue zusätzliche Währungskomponente behandeln, die derzeit noch massiv unterbewertet ist. „Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, müsste der CO2-Preis bis 2030 zwischen 80 und 120 Euro pro Tonne betragen, bis 2040 zwischen 90 und 150 Euro pro Tonne. Derzeit realisieren das bereits die Vorreiter Schweden (123 Euro pro Tonne) und Schweiz (96 Euro pro Tonne)“, sagt Ruf.

Neue Chancen, neue Spielregeln, neue Geschäftsmodelle
„Die Wettbewerbsfähigkeit spiegelt sich künftig in den innovationssteigernden Klimaschutzaktivitätenvon Unternehmen“, sagt Schaible. „Eingesparte Emissionen werden zum Wettbewerbsfaktor und bilden eine neue Ertragsquelle. Mit dem Kohlenstoffpreis steigt auch der Wert der neuen 'Währung', wenn daraus tatsächlich Wettbewerbsvorteile generiert werden.“

Im Zuge dessen ändern sich auch die Spielregeln des Wettbewerbs. Neue Möglichkeiten und Geschäftsmodelle tun sich auf. Dazu gehört auch eine neue Form der Transparenz. Wer als Erstes klimaneutral wird oder die CO2-Emissionen seines Betriebs am schnellsten senkt, kann Wert für das Geschäft generieren. Eine wachsende Zahl von Unternehmen hat die Chance ergriffen und die eigene CO2-Bilanz offengelegt.

Mehr als 1.500 Unternehmen streben „Net Zero“ an
Der Börsenwert der Unternehmen, die ihre Emissionen im Rahmen des Carbon Disclosure Projects transparent kommunizieren, liegt inzwischen bei 50 Prozent der globalen Marktkapitalisierung. Mehr als 1.500 Unternehmen mit einem Umsatz von 10 Billionen Euro streben sogar die komplette CO2-Neutralität an.

Vier strategische Empfehlungen gibt Roland Berger den Unternehmen an die Hand, um sich jetzt einen Wettbewerbsvorteil zu sichern:
1. Das eigene Risiko bewerten
2. Die Auswirkungen auf das eigene Geschäftsmodell abschätzen
3. Das eigene Anspruchsniveau festlegen
4. Die eigene Klimaschutzstrategie (neu) definieren

Roland Berger ist die einzige Strategieberatung europäischer Herkunft mit einer starken internationalen Präsenz. Als unabhängige Firma, im alleinigen Besitz unserer Partnerinnen und Partner, sind wir mit 50 Büros in allen wichtigen Märkten präsent. Unsere 2400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeichnet eine einzigartige Kombination aus analytischem Denken und empathischer Einstellung aus. Angetrieben von unseren Werten Unternehmergeist, Exzellenz und Empathie sind wir überzeugt davon, dass Wirtschaft und Gesellschaft ein neues, nachhaltiges Paradigma benötigen, das den gesamten Wertschöpfungskreislauf im Blick hat. Durch die Arbeit in kompetenzübergreifenden Teams über alle relevanten Branchen und Geschäftsfunktionen hinweg bietet Roland Berger weltweit die beste Expertise, um die tiefgreifenden Herausforderungen unserer Zeit heute und morgen erfolgreich zu meistern.

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Roland Berger baut Restrukturierungssparte weiter aus und verstärkt sich mit zwei neuen Partnern

Pressemitteilungen   •   Apr 14, 2021 09:00 CEST

München, April 2021: Roland Berger baut sein Geschäft im Bereich "Restructuring, Performance, Transformation & Transaction" (RPT) konsequent aus und verstärkt sich am Standort Hamburg mit zwei Neuzugängen. Ulf Rieckhoff unterstützt die Beratung bereits seit Mitte März als Partner und bringt über 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen Transformation, Performance Improvement und Personalrestrukturierung mit. Seit Anfang April ist auch Jan-Hendrik Többe, ebenfalls als Partner, zurück bei der führenden deutschen Unternehmensberatung. Er verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen Restrukturierung, Performance Improvement sowie M&A.

"Unser Haus hat große Tradition in der Restrukturierungsberatung und genießt hohes Vertrauen bei den Klienten. Ich freue mich, dass wir mit Ulf Rieckhoff und Jan-Hendrik Többe weitere Expertise hinzugewinnen und unsere führende Position untermauern", sagt Sascha Haghani, Leiter des globalen Bereichs RPT und Geschäftsführer DACH bei Roland Berger. "In der Pandemie ist die Verschuldung vieler Unternehmen sprunghaft gestiegen. Zudem bestand schon vor der Corona-Krise ein starker Transformationsdruck, der sich jetzt nochmal deutlich verschärft hat. Wir sind in der Lage, Mandanten in diesen Situationen durchgehend von der Strategie bis zur Umsetzung von Restrukturierungs-, Finanzierungs- und Sanierungsmaßnahmen zu begleiten."

Ulf Rieckhoff war in den vergangenen fünf Jahren als Group Director HR Operations and Transformation bei einem großen internationalen Mobilfunkanbieter tätig. Zuvor arbeitete der studierte Wirtschaftsingenieur 18 Jahre in verschiedenen Beratungsgesellschaften. Mit seiner Expertise wird Ulf Rieckhoff bei Roland Berger insbesondere Kunden in den Bereichen Performance Improvement sowie HR-Transformation unterstützen.

Jan-Hendrik Többe ist ein bekanntes Gesicht bei Roland Berger. Nach Erfahrungen bei diversen Consulting-Unternehmen in den Bereichen Sanierung und Business Recovery wechselte er bereits 2011 zu Roland Berger. Im Anschluss war er sieben Jahre lang geschäftsführender Gesellschafter eines Schifffahrtsunternehmens und baute dort den Reedereibetrieb durch M&A-Aktivitäten sowie die Restrukturierung der Gruppe auf. Zuletzt arbeitete er als Partner bei einer angelsächsischen Strategieberatung. Többe studierte Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsakademie Kiel und der Leeds Metropolitan University. 

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 34 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 50 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern.

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Digitale Fabrik: Deutsche Mittelständler verfolgen noch kein integriertes Konzept für Industrie 4.0

Pressemitteilungen   •   Mär 30, 2021 08:44 CEST

  • Rund zwei Drittel der Digitalisierungsprojekte erst in der Planungsphase
  • Die meisten Anwendungen sind bislang Einzellösungen und nicht Teil einer übergreifenden Digitalisierungsstrategie
  • Die große Mehrheit der Unternehmen will bis 2023 die Investitionen in Digitalisierung trotz Corona erhöhen

München, März 2021: Die vollständig digitalisierte Fabrik ist im deutschen Mittelstand noch keine Realität. Rund zwei von drei Projekten im Bereich Industrie 4.0 sind noch nicht über die Planungsphase hinausgekommen. In den Unternehmen existieren oft nur Einzelanwendungen, die nicht optimal mit der Wertschöpfungskette verknüpft sind. Das zeigt die neue Studie „NextGen production“ der Unternehmensberatung Roland Berger, für die Führungs- und Fachkräfte des Mittelstands aus fünf Branchen befragt wurden. Gleichzeitig zeigt die Erhebung, dass 70 Prozent der Befragten in den kommenden beiden Jahren ihre Investitionen steigern wollen – im Durchschnitt sind 20 bis 30 Prozent der gesamten Investitionsbudgets für Digitalisierung vorgesehen.

„Obwohl die Digitalisierung in den meisten deutschen Unternehmen ganz oben auf der Agenda steht, existiert die digitale Fabrik bislang erst in Ansätzen“, sagt Oliver Knapp, Partner und Leiter der Innovationsplattform "Next Generation Manufacturing" bei Roland Berger. „In den meisten Fällen sind die existierenden Anwendungen einzelfallbezogene Lösungen, entwickelt für ganz spezielle Aufgaben. Hier fehlt es an einer klaren Priorisierung und entsprechenden Strategien. Damit lassen Mittelständler Potenzial ungenutzt, ihre Abläufe zu optimieren und so ihre Position im internationalen Wettbewerb zu verbessern.“

40 Prozent der digitalen Projekte existieren nur als Idee
Wie die Studie zeigt, steht der Großteil der Industrie 4.0-Anwendungen noch ganz am Anfang im Umsetzungsprozess: 40 Prozent der Projekte existieren als Idee, 25 Prozent befinden sich in der Planung. Vor allem die Skepsis hinsichtlich der Profitabilität lässt Entscheidungsträger vor konkreten Maßnahmen zurückschrecken. Wo neue Technologien bereits verwendet werden, nennen die Unternehmensvertreter vor allem das Verbessern von Prozessen (64 Prozent) und Senken von Kosten (44 Prozent) als Haupttreiber für die Digitalisierung, gefolgt von Qualitätssteigerungen (24 Prozent).

Dem Mittelstand fehlt eine klare Digitalisierungsvision
Heute eingesetzte Anwendungen fallen mit einem Wert von 25 Prozent hauptsächlich in die Kategorie Big Data und Analysen, die sich auf künstliche Intelligenz stützen. Künftig soll ihr Anteil auf 29 Prozent wachsen. Auf dem zweiten Rang, mit 23 Prozent, folgen heutige Projekte in den Bereichen anspruchsvolle Automatisierung und Robotik. Für die Zukunft wird ihr Anteil ebenfalls auf 29 Prozent prognostiziert.

„Die erfolgreichsten Unternehmen sind heute schon die, die das Thema Digitalisierung in ihre bestehende Wertschöpfung integrieren und nicht als parallelen, separaten Prozess aufsetzen“, so Co-Autor der Studie Marc Bayer von Roland Berger. "Es gibt keinen Zweifel, dass die Industrie 4.0 die industrielle Produktion komplett umgestalten wird. Wollen Firmen bestehen, sollten ihre Ansätze alle Aspekte von den Produktionsanlagen über die Fähigkeiten der Belegschaft bis hin zu strategischen Forschungspartnerschaften miteinbeziehen."

In der Studie entwickeln die Autoren ein Zielbild, das anhand von fünf Dimensionen den Weg zur digitalen Fabrik vermittelt – mit Blick sowohl auf Technologie als auch Organisationsstruktur. Dazu gehört der Aufbau eines digitalen Ökosystems, das Netzwerke über die eigene Unternehmung hinaus definiert, die Digitalisierung der Produktionssysteme sowie der im Zentrum der Fertigung stehenden Werkstätte. 

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 34 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 50 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern.

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Private Equity Ausblick 2021: Experten erwarten kräftigen Anstieg von M&A-Transaktionen mit PE-Beteiligungen – insbesondere in Deutschland

Pressemitteilungen   •   Mär 25, 2021 08:41 CET

  • PE-Markt in Deutschland dürfte um ca. 5 Prozent wachsen, gefolgt von Skandinavien und den Benelux-Staaten
  • Technologie, Software, Pharma & Gesundheit sind die attraktivsten Branchen
  • Familienunternehmen bleiben die beliebtesten Zielobjekte

München, März 2021: Die Private-Equity-Branche blickt optimistisch auf das Jahr 2021: Die große Mehrheit der Fachleute (82 Prozent) erwartet einen Anstieg der M&A-Transaktionen mit Beteiligung von Private Equity (PE) im Vergleich zum Vorjahr. 37 Prozent schätzen, dass sich die Steigerungsrate sogar im zweistelligen Bereich bewegen wird. Das zeigt der neue „European Private Equity Outlook 2021“, für den Roland Berger europaweit rund 2.500 PE-Experten befragt hat.

„Die Zuversicht in der PE-Branche, trotz der anhaltenden Corona-Pandemie, zeigt ihre Resilienz gegenüber Konjunkturveränderungen“, sagt Christof Huth, Partner bei Roland Berger. „Mit Blick auf die gesamtwirtschaftliche Lage herrscht bei den PE-Experten Optimismus vor – 85 Prozent erwarten eine positive ökonomische Entwicklung für 2021. Knapp drei Viertel unserer Befragten gehen dabei von einer U- oder W-förmigen Erholung der Wirtschaft aus."

Starke Unterschiede zwischen europäischen Ländern
Getrieben von der wirtschaftlichen Entwicklung dürfte der europäische PE-Markt in diesem Jahr wieder wachsen – angeführt von Deutschland mit einem prognostizierten Plus von rund 5 Prozent gegenüber 2020. Dahinter folgen Skandinavien und die Benelux-Staaten: In diesen Ländern wird eine Steigerung der M&A-Transaktionen mit PE-Beteiligung um jeweils etwa 3 Prozent erwartet. Hinsichtlich der Entwicklung in Großbritannien sind die PE-Experten pessimistischer. Für den Inselstaat wird nur ein Wachstum von einem Prozent veranschlagt.

Technologie und Gesundheit bleiben die attraktivsten Branchen
Bei der Frage nach den attraktivsten Zielbranchen für Private Equity zeigt sich ein konstantes Bild: Technologie, Medien & Software (89 Prozent), Pharma & Gesundheit (83 Prozent) sowie unternehmensbezogene Dienstleistungen & Logistik (71 Prozent) sind demnach weiterhin die beliebtesten Branchen für M&A-Transaktionen mit PE-Beteiligung. „Technologie und Gesundheit bleiben aufgrund ihres Wachstumscharakters und ihrer Widerstandsfähigkeit, die sie auch während der Corona-Krise unter Beweis gestellt haben, sehr spannende Branchen für Private Equity Investoren“, so Thorsten Groth, Principal bei Roland Berger.

Rund zwei Drittel der Experten (65 Prozent) sehen für die PE-Branche 2021 größere Marktchancen mit attraktiveren Zielunternehmen als im Vorjahr. Dabei bleiben Mehrheitsbeteiligungen in Familienunternehmen am interessantesten – das gaben 52 Prozent der Befragten an. Hinsichtlich der erwarteten Transaktionsvolumina werden vor allem im kleineren und mittleren Marktsegment bis 250 Millionen Euro zunehmende PE-Aktivitäten erwartet.

Fokus auf Prolongation bestehender Fonds und Fundraising
Die PE-Branche will den Schwerpunkt in diesem Jahr auf die Prolongation bestehender Fonds und das Fundraising legen. Mehr als die Hälfte der Befragten glaubt dabei nicht an eine Verschärfung des Wettbewerbs beim Fundraising. Bezüglich der Haltedauer ihrer Portfoliounternehmen, gehen neun von zehn PE-Profis davon aus, dass sich diese aufgrund der Corona-Pandemie verlängern wird.

„Im Portfoliomanagement sind die wichtigsten Wertsteigerungshebel für 2021 die weitere Digitalisierung, Investitionen in Industrie-4.0-Anwendungen sowie Add-on-Akquisitionen", sagt Christof Huth. „Bei den Exit-Optionen dürften Secondary-Buyouts vorherrschend bleiben.“

Hinsichtlich der Unternehmensbewertungen gehen 82 Prozent der PE-Experten von hohen bis zu hohen Bewertungen aus. Größtenteils herrscht zudem die Annahme vor, dass die Bewertungs-Multiples 2021 auf hohem Niveau stabil bleiben oder sogar leicht steigen werden.

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 34 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 50 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern.

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Index Elektromobilität 2021: E-Autos in Deutschland trotz Corona-Pandemie stark nachgefragt

Pressemitteilungen   •   Mär 23, 2021 09:16 CET

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  • Deutschland klettert im Gesamtranking um einen Platz auf Rang 2
  • Elektroautoverkäufe steigen in Deutschland um über 250 Prozent, viele neue Modelle geplant
  • China führend bei Batterieproduktion und im Gesamtranking

München, März 2021: Deutschland hat sich im Vergleich der sieben großen Automobilnationen im Bereich Elektromobilität um einen Rang verbessert und liegt nun auf Platz 2 hinter China. In der Kategorie Markt klettert Deutschland von Rang 5 auf den Spitzenplatz. Verantwortlich hierfür ist ein Anstieg der Verkaufszahlen von E-Autos um über 250 Prozent.

Zu diesen Ergebnissen kommt der “Index Elektromobilität”. Der von der Unternehmensberatung Roland Berger und der fka GmbH Aachen gemeinsam entwickelte Ländervergleich für China, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Südkorea und den USA untersucht die drei zentralen Bewertungsbereiche Markt, Industrie und Technologie.

„Der Trend zur Elektromobilität hat in den letzten Monaten noch einmal deutlich Fahrt aufgenommen. Während die Gesamtverkäufe der Autoindustrie wegen der Corona-Pandemie sinken, befindet sich die Elektromobilität global im Aufwind", sagt Wolfgang Bernhart, Partner bei Roland Berger. "Die Dynamik wird weiter hoch bleiben, weil die Industrie erkannt hat, dass sie sich anpassen und ihre Transformation beschleunigen muss. Alleine in 2021 und 2022 sollen über 20 neue E-Modelle von deutschen Herstellern auf den Markt kommen.“

Jedes achte Fahrzeug in Deutschland ist ein Stromer
Deutschland belegt im Bereich Markt vor Frankreich und China den ersten Platz. Fast 400.000 Elektroautos wurden im vergangenen Jahr neu zugelassen. Das bedeutet ein Plus von über 250 Prozent. 2019 lag dieser Wert noch bei 112.000. Gemessen an verkauften Stückzahlen ist Deutschland damit hinter China nun der zweitgrößte Markt für E-Autos weltweit. Der Anteil der Elektrofahrzeuge in Deutschland am Gesamtmarkt stieg auf 12,6 Prozent, wobei die staatliche Förderung in Form von Kaufprämien den positiven Trend unterstützte. In Frankreich, wo der Elektroauto-Anteil bei 9,5 Prozent liegt sowie in Italien und Südkorea gingen die Absatzzahlen von Elektrofahrzeugen ebenfalls deutlich nach oben. Demgegenüber verzeichneten die USA und China nur moderate Zuwächse.

„Der positive Trend in Europa, auch begünstigt durch die staatlichen Zuschüsse, deutet darauf hin, dass die Lücke zu China langfristig gesehen verringert werden kann“, sagt Alexander Busse, Senior Consultant bei der fka GmbH Aachen.

China weiterhin dominant bei Produktionsvolumina
Mit Blick auf die gefertigten Stückzahlen dominiert China weiterhin sowohl bei E-Autos als auch bei Batteriezellen. Die Produktion von vollelektrischen Fahrzeugen und Plug-in-Hybriden wird im Zeitraum von 2018 bis 2023 nach Prognose der Studienautoren um 13 Prozent gegenüber der Vorperiode steigen. Auch im Bereich Batterien intensiviert das Reich der Mitte die Produktionsaktivitäten: Bis 2023 dürfte es mehr als 70 Prozent der global nachgefragten Volumens liefern.

Deutschland verbessert sich im Industrie-Teilranking um eine Position auf Platz 3, insbesondere weil die deutschen Hersteller die zweitgrößte Anzahl an Elektroautos fertigen. Die deutschen Produktionskapazitäten für Batteriezellen sind jedoch vergleichsweise gering. „Deutschland ist auf einem guten Weg. Doch der Rückstand bei der Zellproduktion kann nur durch hohe Investitionen und kontinuierliche Optimierungen der Technologie, wie der Zellchemie, verringert werden“, so Wolfgang Bernhart.

Deutschland punktet mit Modelloffensive
Im Technologie-Bereich zeigt sich in der Elektromobilität ein deutlicher Wandel: Die staatliche Unterstützung für Forschung und Entwicklung verliert in allen Märkten an Bedeutung, stattdessen konzentrieren sich die Subventionen auf Kaufanreize für Elektrofahrzeuge und die nötige Infrastruktur. Entsprechend bewertet der Elektromobilitätsindex ab dieser Erhebung in der Kategorie Technologie ausschließlich die Fahrzeugleistung.

Deutschland fällt aufgrund der neuen Bewertungskriterien vom ersten auf den dritten Platz zurück. Im Detail betrachtet hat sich die Fahrzeugtechnologie im Vergleich zur Vorerhebung jedoch verbessert, da Effizienz und Ladeleistung von Elektroautos deutlich gesteigert wurden. Des Weiteren konzentrieren sich deutsche Hersteller zunehmend auf die Produktion vollelektrischer Fahrzeuge. 2021 und 2022 wollen Deutschland und die USA jeweils über 20 neue E-Modelle auf den Markt bringen. „Die Verbraucher haben nun die Auswahl. Sie profitieren von einer immer größer werdenden Vielfalt an E-Autos über alle Fahrzeugklassen hinweg“, so Alexander Busse, Co-Autor der Studie.

Roland Berger

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 34 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 50 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern.


fka GmbH Aachen

fka GmbH Aachen bietet als Partner der Automobilindustrie innovative fahrzeugtechnische Lösungen und strategische Beratung. Ausgehend vom Gesamtfahrzeug entwickelt fka dabei Konzepte und Strategien zu den Leitthemen Nachhaltigkeit, Sicherheit und Mobilitätserlebnis.

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Preis für beste bildungsökonomische Doktorarbeit geht an Dissertation zu Peer-Effekten sowie Geschlechterunterschieden bei Lohnerwartungen

Pressemitteilungen   •   Mär 04, 2021 10:00 CET

Augsburg, 4. März 2021: Der bildungsökonomische Ausschuss im Verein für Socialpolitik, der Vereinigung der deutschsprachigen Ökonomen, hat auf Vorschlag der Preisjury, bestehend aus der Professorin Conny Wunsch (Universität Basel), Professor Hendrik Jürges (Universität Wuppertal) und Professor Stefan C. Wolter (Universität Bern), Lukas Kiessling heute in Augsburg (virtuell) für die beste bildungsökonomische Doktorarbeit 2019/2020 ausgezeichnet. Das damit verbundene Preisgeld von 2.000 Euro kommt von der Roland Berger Stiftung für europäische Unternehmensführung.

Für seine kumulative Dissertation analysierte Lukas Kiessling, heute Senior Research Fellow am Max-Planck-Institut für die Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn, in vier Kapiteln mikroökonomische Fragestellung mit großser Relevanz für die Bildungsökonomie und -politik. „Die Dissertation zeigt in den ersten zwei Kapiteln auf eindrückliche und innovative Weise, wie Kinder und Jugendliche interagieren, sich ihre Peers auswählen und welchen Einfluss diese Interaktionen auf die Leistungen haben“, sagt Stefan C. Wolter, Vorsitzender des bildungsökonomischen Ausschusses und Präsident der Jury. „Gerade in Zeiten wie diesen, in denen die Schulen lange geschlossen und die sozialen Interaktionen der Kinder und Jugendlichen eingeschränkt waren, zeigt die Dissertation, wie wichtig die soziale Dimension für einen effektiven und optimalen Lernprozess ist.“

Kiesslings Doktorarbeit behandelt neben Peereffekten auch Fragen des Erziehungsstils und von Geschlechterunterschieden bei Lohnerwartungen. Zur Untersuchung der Überzeugungen von Eltern bezüglich des Einflusses des Erziehungsstils und der Qualität der Nachbarschaft, erhob der Preisträger Daten bei über 2000 zufällig ausgewählten Eltern in den USA. Für das Paper zu Lohnerwartungen führten Kiessling und Ko-Autoren eine Befragung bei über 16.000 Studierenden in Deutschland durch. Die Arbeit des Preisträgers zeichnet sich in allen Kapiteln somit nicht nur durch inhaltliche und methodisch hervorragende Arbeit aus, sondern auch durch die großsen Anstrengungen, wertvolle Daten selbst in innovativen Feldversuchen und Befragungen zu erheben.

„Der Lebenslauf des Preisträgers hat eine wahrhaft internationale Dimension“, fügt Wolter an. Schon während seines Bachelorstudiums verbrachte Kiessling ein Jahr als Austauschstudent an der Chinese University in Hong Kong und während seines Doktorates, das er an der Graduate School of Economics an der Universität Bonn 2020 abschloss, fast ein Jahr an der UC Berkeley.

„Der Preis ehrt in diesem Jahr eine exzellente wissenschaftliche Arbeit, die uns zeigt, wie komplex Bildungsprozesse und elterliche Entscheidungen sind“, sagt Felicitas Schneider, Vorstandsmitglied der Roland Berger Stiftung für europäische Unternehmensführung. „Die Studie liefert den Verantwortlichen in Schulen und Politik wertvolle Denkanstöße, Bildung als etwas zu verstehen, das weit über die reine Vermittlung von Wissen hinausgeht.“ Die Roland Berger Stiftung für europäische Unternehmensführung fördert die Wissenschaft auf dem Gebiet der nationalen und internationalen Unternehmensführung und hat das Preisgeld von 2.000 Euro gestiftet.

Über die Roland Berger Stiftung für europäische Unternehmensführung
Die Roland Berger Stiftung für europäische Unternehmensführung fördert die Wissenschaft auf dem Gebiet der nationalen und internationalen Unternehmensführung.

Über Bildungsökonomischen Ausschuss
Der Bildungsökonomische Ausschuss im Verein für Socialpolitik, der Vereinigung deutschsprachiger Ökonom/-innen besteht seit 1975 und hat über 60 aktive Mitglieder. Der Ausschuss trifft sich jährlich zum wissenschaftlichen Austausch zu bildungsökonomischen Fragestellungen. 

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​Automobiler Aftermarket in China: Wachsender Wettbewerb verlangt neue Strategien

Pressemitteilungen   •   Feb 09, 2021 09:12 CET

  • 2030 wird jedes zweite Auto in China älter als sieben Jahre sein
  • Freier Ersatzteilmarkt wächst massiv zulasten der OEMs
  • Zur Sicherung ihrer Wettbewerbsposition sollten OEMs auf dynamische Preismodelle setzen

München/Münster, Februar 2021: Chinas Automobilmarkt boomt: Schon heute entfallen 31 Prozent aller Neuzulassungen auf das Land. Gleichzeitig steigt das Durchschnittsalter der Fahrzeuge und die Bereitschaft der Kunden, hohe Preise für Ersatzteile und Werkstatt-Services zu zahlen, lässt nach. Vor diesem Hintergrund sollten Hersteller ihre Aftermarket-Services weiterentwickeln und ihre Preispolitik neu justieren. Das sind einige der wichtigsten Ergebnisse der aktuellen Studie "Tapping the China Opportunity", in der Eucon und Roland Berger den automobilen Aftermarket in China analysiert haben.

Als weltweit wichtigster Wachstumsmarkt ist China derzeit der größte Hoffnungsträger der Automobilindustrie. So nimmt der chinesische Anteil am globalen Autobestand trotz Einbußen im Neuwagengeschäft von aktuell 20 auf 26 Prozent im Jahr 2030 zu. Parallel steigt das Durchschnittsalter der Fahrzeuge von 5,3 auf dann 6,6 Jahre. Wie die Studie zeigt, wächst dadurch auch der chinesische Aftermarket dynamisch, allein in den nächsten Jahren um 7 Prozent pro Jahr. Allerdings geht die Entwicklung zulasten der OEMs: Während ihr Marktanteil um 2 Prozent sinkt, wächst der des freien Ersatzteilmarkts um 11 Prozent. Der Grund: Vor allem preissensible Kunden aus dem Volumensegment suchen verstärkt Alternativen zu eher teuren Ersatzteilen und Werkstatt-Services.

„Um im lukrativen Aftermarket-Geschäft wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen die Original-Hersteller massiv in ihren Aftersales-Lebenszyklus investieren und ihren Kunden wesentlich individueller zugeschnittene Angebote machen“, sagt Roland Berger-Partner Alexander Brenner.

Digitale Wettbewerber verschärfen den Preisdruck

Plattformen, die ihren Kunden einen umfassenden On- und Offline-Service bieten, sorgen im stark fragmentierten chinesischen Markt für zusätzliche Konkurrenz. So verbindet etwa die zur Jingu-Gruppe zählende Plattform QCCR.com ein B2B-Online-Portal mit Offline-Werkstattservices. Mit Tmall & Taobao betreibt Online-Gigant Alibaba Chinas größte Aftermarket-Retail-Plattform. Der führende nationale Ersatzteilhändler Carzone punktet wiederum mit einer leistungsfähigen Supply Chain. Bis 2023 will das Unternehmen ein Netz aus 50.000 zertifizierten Werkstätten etablieren, die Autobesitzern hochwertige Wartungs- und Reparaturarbeiten zu transparenten Preisen anbieten.

Preispolitik: Ungenutzte Potenziale der OEMs

Während Premium-Anbieter auf dem chinesischen Markt im Vergleich zur EU im Durchschnitt höhere Ersatzteilpreise durchsetzen können, ist das der Studie zufolge im Volumensegment häufig nicht der Fall. Insgesamt sind sowohl die Preisdifferenzierung zwischen den verschiedenen Segmenten als auch die Korrelation zwischen Ersatzteilpreis und Fahrzeugsegment dort schwächer ausgeprägt. „Um den Herausforderungen im Aftermarket erfolgreich zu begegnen, sollte eine ganzheitliche Pricing-Strategie implementiert werden, bei der sämtliche Entscheidungen nicht auf dem Bauchgefühl, sondern auf datengestützten Analysen beruhen“, sagt Osvaldo Celani, Managing Director von Eucon. Wie die Untersuchung zeigt, sei ein wertbasierter, an der jeweiligen Zahlungsbereitschaft der Kunden orientierter Ansatz (value-based Pricing) das erfolgversprechendste Konzept.

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 34 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 50 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern.

Eucon ist ein digitaler Pionier der Daten- und Prozessintelligenz. Als Wegbereiter für den digitalen Wandel unterstützt Eucon seit 1997 Unternehmen in den Branchen Automotive, Versicherungen und Real Estate dabei, ihre Prozesse zu digitalisieren, Datenschätze wertbringend zu nutzen und digitale Geschäftsmodelle umzusetzen. Eucon verfügt über umfassende Marktdaten und tiefes Expertenwissen und kombiniert dieses Know-how mit modernen Technologien wie Künstlicher Intelligenz und Robotic Process Automation zu intelligenten Automatisierungslösungen. Mit rund 400 Mitarbeitern betreut das Unternehmen 250 Kunden in mehr als 80 Ländern von Niederlassungen in Europa, Nord- und Lateinamerika und im asiatisch-pazifischen Raum.

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Roland Berger unterstreicht Wachstumsziele und verstärkt sich weltweit mit zwölf neuen Partnerinnen und Partnern

Pressemitteilungen   •   Feb 08, 2021 10:13 CET

  • In Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada und Portugal nimmt die Unternehmensberatung elf neue Mitglieder in den Partnerkreis auf; ein Senior Partner stößt von extern dazu
  • In China, Deutschland und den USA werden sechs Partner auf die nächste Stufe befördert

München, Februar 2021: Roland Berger baut seine Partnerschaft mit zwölf neuen internationalen Mitgliedern aus und unterstreicht damit die Wachstumsziele für das Jahr 2021. Dabei hat die Unternehmensberatung fünf Mitarbeiter auf die Partnerebene befördert, sechs neue Partnerinnen und Partner kommen von extern hinzu. Darüber hinaus kehrte der ehemalige CEO der Handelskette Real Patrick Müller-Sarmiento zu Jahresbeginn als Senior Partner zu Roland Berger zurück. Sechs weitere Mitarbeiter der Unternehmensberatung, die bereits die Position des Partners innehatten, wurden zum Senior Partner befördert.

„Wir sind in den letzten Monaten trotz der widrigen Umstände stark gewachsen. Mit den beförderten und neuen Kolleginnen und Kollegen werden wir unsere positive Unternehmensentwicklung weiter vorantreiben. Ich gratuliere ihnen und freue mich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit", sagt Stefan Schaible, Global Managing Partner Roland Berger. "Die gesamte Wirtschaft steht vor einer massiven Transformation, die jetzt entschieden angegangen werden muss – Corona hat diesen Handlungsdruck weiter verstärkt. Es geht um die grundlegende Überprüfung und Neupositionierung von Geschäftsmodellen, und das mit teilweise engeren finanziellen Spielräumen. Auf diesem Weg sind wir als Berater gefragt und wollen unseren Klienten zur Seite stehen. Unsere Partnerinnen und Partner werden mit unternehmerischem Denken, hoher Fachkompetenz und großem Einsatz dazu beitragen."

Weltweit zwölf neue Roland Berger-Partner

Insgesamt fünf Mitarbeiter von Roland Berger wurden auf die Partnerstufe befördert: Lennart Bösch und Marc Hesse in Deutschland, Eric Esperance und Olivier Hanoulle in Frankreich sowie Olga Talanova in Großbritannien. Von extern stoßen Dennis Bücker, Maximilian Dressler (beide in Deutschland), Siobhán Géhin, Stephanie Mills (beide in Großbritannien), Oona Stock (Kanada) und João Hrotko (Portugal) zur Unternehmensberatung. Abgerundet wird das Ganze mit Patrick Müller-Sarmiento, der 2021 als Senior Partner zu Roland Berger zurückkehrt.

Außerdem wurden sechs Roland Berger-Partner zu Senior Partnern befördert. In China Thomas Fang, in Deutschland Per Breuer, Matthias Holzamer, Peter Magunia und Matthias Rückriegel sowie in den USA Frederic Choumert

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 34 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 50 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern.

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Roland Berger verpflichtet sich zu Netto-Null-Emissionen bis 2028 und setzt auf Beratungsansatz für nachhaltiges Wirtschaften

Pressemitteilungen   •   Feb 03, 2021 09:00 CET

München, Februar 2021: Nach der 2020 erreichten Klimaneutralität für das Unternehmen setzt sich Roland Berger weitere ambitionierte Ziele und strebt für 2028 Netto-Null-Emissionen an. Um Transparenz zu den gesetzten Reduktionszielen zu schaffen, hat sich die Beratung der Science Based Targets Initiative (SBTi) angeschlossen.

Der CO2-Fußabdruck von Roland Berger wurde anhand der Standards des Greenhouse Gas (GHG) Protocol berechnet. Bei diesem Prozess arbeitete die Consulting-Firma mit South Pole, einem führenden Anbieter globaler Klimaschutzservices, zusammen. Als nicht produzierendes Unternehmen verursachen sogenannte Scope-3-Emissionen wie das Reisen einen Großteil des ökologischen Fußabdrucks der Beratung.

Der Weg zu Netto-Null-Emissionen bis 2028

Als konkrete Maßnahmen wird Roland Berger unter anderem die Firmenwagenrichtlinie überarbeiten, den Bezug von erneuerbaren Energien vergrößern, Telearbeit fördern und die Emissionen aus Reiseaktivitäten reduzieren. Der verbleibende CO2-Fußabdruck wird mit einem zertifizierten Portfolio aus Klimaschutzprojekten in den Bereichen Aufforstung, Verhindern von Rodungen, Energieeffizienz und erneuerbare Energien ausgeglichen. Durch eine kontinuierliche Steigerung der Kompensationen plant die Beratung, ab 2028 mehr Kohlenstoff aus der Atmosphäre zu entziehen als in sie zu emittieren.

„Wir sind überzeugt davon, dass Wirtschaft und Gesellschaft ein neues, nachhaltiges Paradigma benötigen, das den gesamten Wertschöpfungskreislauf im Blick hat", sagt Stefan Schaible, Global Managing Partner Roland Berger. "Das Verringern von Emissionen, Innovationen bei der Nutzung von Ressourcen, nachhaltige Lieferketten und neue Produktionsmethoden sind bereits heute entscheidende Wettbewerbsfaktoren. Als globales Beratungshaus sind wir uns zudem der Auswirkungen unseres Geschäfts auf das Klima bewusst. Wir wollen vorangehen und unseren Kunden wirksame Wege für nachhaltiges Wirtschaften aufzeigen.

Beratungsansatz mit Fokus auf nachhaltigem Wirtschaften

Mit einer neuen Strategie, die von den 250 Partnerinnen und Partnern verabschiedet wurde, stellt Roland Berger zudem Lösungen für ein nachhaltiges Wirtschaften in das Zentrum seines Beratungsansatzes. In diesem Zuge hat das Unternehmen vier innovative Bereiche identifiziert, in denen es seine Kompetenzen global bündelt: Sustainability and Climate Action, Smart Mobility, Robust Organizations und Next-Generation-Manufacturing. Roland Berger hat Teams in jedem dieser Felder aufgebaut, die Klienten bei vielfältigen Projekten von der Reorganisation der Lieferketten über Technologiestrategien bis hin zu Fragen einer nachhaltigen Finanzierung unterstützen. Diese Teams stellen ihre Expertise den übrigen Organisationseinheiten zur Verfügung.

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 34 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 50 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern.

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Über Roland Berger

Roland Berger

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige weltweit führende Unternehmensberatung mit europäischer Herkunft und deutschen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 34 Ländern sind wir in den global wichtigsten Märkten erfolgreich aktiv. Unsere 50 Büros befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit.

Roland Berger berät international führende Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie öffentliche Institutionen. Unser Beratungsangebot umfasst die gesamte Bandbreite – von der Strategieberatung bis zur erfolgreichen Umsetzung. Dazu zählen u.a. neue Führungs- und Geschäftsmodelle, innovative Prozesse und Services, Mergers & Acquisitions, Private Equity und Restrukturierungsprojekte sowie die Unterstützung beim Management von großen Infrastrukturprojekten.

Unsere Firma steht im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern. Wir teilen die Überzeugung, dass unsere Unabhängigkeit die Voraussetzung für eine unvoreingenommene Beratung unserer Klienten ist.

Alle Mitarbeiter von Roland Berger sind unseren drei Unternehmenswerten verpflichtet:
Entrepreneurship – Wir denken und handeln wie Unternehmer und bieten kreative und pragmatische Lösungen.
Excellence – Wir liefern exzellente Ergebnisse und entwickeln weltweit vorbildliche Ansätze. So schaffen wir messbar und nachhaltig Wert für unsere Klienten.
Empathy – Wir sind verständnisvolle und verantwortungsbewusste Berater und tragen zum Wohl der Allgemeinheit bei.

Wir verbinden gründliche Analysen mit kreativen Strategien und schaffen so einen echten, nachhaltigen Mehrwert für unsere Klienten. Wir entwickeln und bündeln unser Know-how in globalen Kompetenzzentren, die auf unterschiedliche Branchen und funktionale Themenbereiche spezialisiert sind. Für jedes Beratungsprojekt stellen wir individuell ein interdisziplinäres Team aus Experten mit branchenspezifischem und funktionalem Know-how zusammen, um die besten Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln.

Adresse

  • Roland Berger
  • Sederanger 1
  • 80538 München
  • Deutschland