​Automobiler Aftermarket in China: Wachsender Wettbewerb verlangt neue Strategien

Pressemitteilungen   •   Feb 09, 2021 09:12 CET

  • 2030 wird jedes zweite Auto in China älter als sieben Jahre sein
  • Freier Ersatzteilmarkt wächst massiv zulasten der OEMs
  • Zur Sicherung ihrer Wettbewerbsposition sollten OEMs auf dynamische Preismodelle setzen

München/Münster, Februar 2021: Chinas Automobilmarkt boomt: Schon heute entfallen 31 Prozent aller Neuzulassungen auf das Land. Gleichzeitig steigt das Durchschnittsalter der Fahrzeuge und die Bereitschaft der Kunden, hohe Preise für Ersatzteile und Werkstatt-Services zu zahlen, lässt nach. Vor diesem Hintergrund sollten Hersteller ihre Aftermarket-Services weiterentwickeln und ihre Preispolitik neu justieren. Das sind einige der wichtigsten Ergebnisse der aktuellen Studie "Tapping the China Opportunity", in der Eucon und Roland Berger den automobilen Aftermarket in China analysiert haben.

Als weltweit wichtigster Wachstumsmarkt ist China derzeit der größte Hoffnungsträger der Automobilindustrie. So nimmt der chinesische Anteil am globalen Autobestand trotz Einbußen im Neuwagengeschäft von aktuell 20 auf 26 Prozent im Jahr 2030 zu. Parallel steigt das Durchschnittsalter der Fahrzeuge von 5,3 auf dann 6,6 Jahre. Wie die Studie zeigt, wächst dadurch auch der chinesische Aftermarket dynamisch, allein in den nächsten Jahren um 7 Prozent pro Jahr. Allerdings geht die Entwicklung zulasten der OEMs: Während ihr Marktanteil um 2 Prozent sinkt, wächst der des freien Ersatzteilmarkts um 11 Prozent. Der Grund: Vor allem preissensible Kunden aus dem Volumensegment suchen verstärkt Alternativen zu eher teuren Ersatzteilen und Werkstatt-Services.

„Um im lukrativen Aftermarket-Geschäft wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen die Original-Hersteller massiv in ihren Aftersales-Lebenszyklus investieren und ihren Kunden wesentlich individueller zugeschnittene Angebote machen“, sagt Roland Berger-Partner Alexander Brenner.

Digitale Wettbewerber verschärfen den Preisdruck

Plattformen, die ihren Kunden einen umfassenden On- und Offline-Service bieten, sorgen im stark fragmentierten chinesischen Markt für zusätzliche Konkurrenz. So verbindet etwa die zur Jingu-Gruppe zählende Plattform QCCR.com ein B2B-Online-Portal mit Offline-Werkstattservices. Mit Tmall & Taobao betreibt Online-Gigant Alibaba Chinas größte Aftermarket-Retail-Plattform. Der führende nationale Ersatzteilhändler Carzone punktet wiederum mit einer leistungsfähigen Supply Chain. Bis 2023 will das Unternehmen ein Netz aus 50.000 zertifizierten Werkstätten etablieren, die Autobesitzern hochwertige Wartungs- und Reparaturarbeiten zu transparenten Preisen anbieten.

Preispolitik: Ungenutzte Potenziale der OEMs

Während Premium-Anbieter auf dem chinesischen Markt im Vergleich zur EU im Durchschnitt höhere Ersatzteilpreise durchsetzen können, ist das der Studie zufolge im Volumensegment häufig nicht der Fall. Insgesamt sind sowohl die Preisdifferenzierung zwischen den verschiedenen Segmenten als auch die Korrelation zwischen Ersatzteilpreis und Fahrzeugsegment dort schwächer ausgeprägt. „Um den Herausforderungen im Aftermarket erfolgreich zu begegnen, sollte eine ganzheitliche Pricing-Strategie implementiert werden, bei der sämtliche Entscheidungen nicht auf dem Bauchgefühl, sondern auf datengestützten Analysen beruhen“, sagt Osvaldo Celani, Managing Director von Eucon. Wie die Untersuchung zeigt, sei ein wertbasierter, an der jeweiligen Zahlungsbereitschaft der Kunden orientierter Ansatz (value-based Pricing) das erfolgversprechendste Konzept.

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 34 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 50 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern.

Eucon ist ein digitaler Pionier der Daten- und Prozessintelligenz. Als Wegbereiter für den digitalen Wandel unterstützt Eucon seit 1997 Unternehmen in den Branchen Automotive, Versicherungen und Real Estate dabei, ihre Prozesse zu digitalisieren, Datenschätze wertbringend zu nutzen und digitale Geschäftsmodelle umzusetzen. Eucon verfügt über umfassende Marktdaten und tiefes Expertenwissen und kombiniert dieses Know-how mit modernen Technologien wie Künstlicher Intelligenz und Robotic Process Automation zu intelligenten Automatisierungslösungen. Mit rund 400 Mitarbeitern betreut das Unternehmen 250 Kunden in mehr als 80 Ländern von Niederlassungen in Europa, Nord- und Lateinamerika und im asiatisch-pazifischen Raum.

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Roland Berger unterstreicht Wachstumsziele und verstärkt sich weltweit mit zwölf neuen Partnerinnen und Partnern

Pressemitteilungen   •   Feb 08, 2021 10:13 CET

  • In Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada und Portugal nimmt die Unternehmensberatung elf neue Mitglieder in den Partnerkreis auf; ein Senior Partner stößt von extern dazu
  • In China, Deutschland und den USA werden sechs Partner auf die nächste Stufe befördert

München, Februar 2021: Roland Berger baut seine Partnerschaft mit zwölf neuen internationalen Mitgliedern aus und unterstreicht damit die Wachstumsziele für das Jahr 2021. Dabei hat die Unternehmensberatung fünf Mitarbeiter auf die Partnerebene befördert, sechs neue Partnerinnen und Partner kommen von extern hinzu. Darüber hinaus kehrte der ehemalige CEO der Handelskette Real Patrick Müller-Sarmiento zu Jahresbeginn als Senior Partner zu Roland Berger zurück. Sechs weitere Mitarbeiter der Unternehmensberatung, die bereits die Position des Partners innehatten, wurden zum Senior Partner befördert.

„Wir sind in den letzten Monaten trotz der widrigen Umstände stark gewachsen. Mit den beförderten und neuen Kolleginnen und Kollegen werden wir unsere positive Unternehmensentwicklung weiter vorantreiben. Ich gratuliere ihnen und freue mich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit", sagt Stefan Schaible, Global Managing Partner Roland Berger. "Die gesamte Wirtschaft steht vor einer massiven Transformation, die jetzt entschieden angegangen werden muss – Corona hat diesen Handlungsdruck weiter verstärkt. Es geht um die grundlegende Überprüfung und Neupositionierung von Geschäftsmodellen, und das mit teilweise engeren finanziellen Spielräumen. Auf diesem Weg sind wir als Berater gefragt und wollen unseren Klienten zur Seite stehen. Unsere Partnerinnen und Partner werden mit unternehmerischem Denken, hoher Fachkompetenz und großem Einsatz dazu beitragen."

Weltweit zwölf neue Roland Berger-Partner

Insgesamt fünf Mitarbeiter von Roland Berger wurden auf die Partnerstufe befördert: Lennart Bösch und Marc Hesse in Deutschland, Eric Esperance und Olivier Hanoulle in Frankreich sowie Olga Talanova in Großbritannien. Von extern stoßen Dennis Bücker, Maximilian Dressler (beide in Deutschland), Siobhán Géhin, Stephanie Mills (beide in Großbritannien), Oona Stock (Kanada) und João Hrotko (Portugal) zur Unternehmensberatung. Abgerundet wird das Ganze mit Patrick Müller-Sarmiento, der 2021 als Senior Partner zu Roland Berger zurückkehrt.

Außerdem wurden sechs Roland Berger-Partner zu Senior Partnern befördert. In China Thomas Fang, in Deutschland Per Breuer, Matthias Holzamer, Peter Magunia und Matthias Rückriegel sowie in den USA Frederic Choumert

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 34 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 50 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern.

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Roland Berger verpflichtet sich zu Netto-Null-Emissionen bis 2028 und setzt auf Beratungsansatz für nachhaltiges Wirtschaften

Pressemitteilungen   •   Feb 03, 2021 09:00 CET

München, Februar 2021: Nach der 2020 erreichten Klimaneutralität für das Unternehmen setzt sich Roland Berger weitere ambitionierte Ziele und strebt für 2028 Netto-Null-Emissionen an. Um Transparenz zu den gesetzten Reduktionszielen zu schaffen, hat sich die Beratung der Science Based Targets Initiative (SBTi) angeschlossen.

Der CO2-Fußabdruck von Roland Berger wurde anhand der Standards des Greenhouse Gas (GHG) Protocol berechnet. Bei diesem Prozess arbeitete die Consulting-Firma mit South Pole, einem führenden Anbieter globaler Klimaschutzservices, zusammen. Als nicht produzierendes Unternehmen verursachen sogenannte Scope-3-Emissionen wie das Reisen einen Großteil des ökologischen Fußabdrucks der Beratung.

Der Weg zu Netto-Null-Emissionen bis 2028

Als konkrete Maßnahmen wird Roland Berger unter anderem die Firmenwagenrichtlinie überarbeiten, den Bezug von erneuerbaren Energien vergrößern, Telearbeit fördern und die Emissionen aus Reiseaktivitäten reduzieren. Der verbleibende CO2-Fußabdruck wird mit einem zertifizierten Portfolio aus Klimaschutzprojekten in den Bereichen Aufforstung, Verhindern von Rodungen, Energieeffizienz und erneuerbare Energien ausgeglichen. Durch eine kontinuierliche Steigerung der Kompensationen plant die Beratung, ab 2028 mehr Kohlenstoff aus der Atmosphäre zu entziehen als in sie zu emittieren.

„Wir sind überzeugt davon, dass Wirtschaft und Gesellschaft ein neues, nachhaltiges Paradigma benötigen, das den gesamten Wertschöpfungskreislauf im Blick hat", sagt Stefan Schaible, Global Managing Partner Roland Berger. "Das Verringern von Emissionen, Innovationen bei der Nutzung von Ressourcen, nachhaltige Lieferketten und neue Produktionsmethoden sind bereits heute entscheidende Wettbewerbsfaktoren. Als globales Beratungshaus sind wir uns zudem der Auswirkungen unseres Geschäfts auf das Klima bewusst. Wir wollen vorangehen und unseren Kunden wirksame Wege für nachhaltiges Wirtschaften aufzeigen.

Beratungsansatz mit Fokus auf nachhaltigem Wirtschaften

Mit einer neuen Strategie, die von den 250 Partnerinnen und Partnern verabschiedet wurde, stellt Roland Berger zudem Lösungen für ein nachhaltiges Wirtschaften in das Zentrum seines Beratungsansatzes. In diesem Zuge hat das Unternehmen vier innovative Bereiche identifiziert, in denen es seine Kompetenzen global bündelt: Sustainability and Climate Action, Smart Mobility, Robust Organizations und Next-Generation-Manufacturing. Roland Berger hat Teams in jedem dieser Felder aufgebaut, die Klienten bei vielfältigen Projekten von der Reorganisation der Lieferketten über Technologiestrategien bis hin zu Fragen einer nachhaltigen Finanzierung unterstützen. Diese Teams stellen ihre Expertise den übrigen Organisationseinheiten zur Verfügung.

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 34 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 50 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern.

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Roland Berger Stiftung für europäische Unternehmensführung zeichnet Bachelorarbeit über die Kopplung von Ökologie und Ökonomie in Unternehmen aus

Pressemitteilungen   •   Jan 29, 2021 11:36 CET

München, Januar 2021: Die Roland Berger Stiftung für europäische Unternehmensführung hat zum fünften Mal den Preis für die beste Bachelorarbeit verliehen. Die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung ging an Kevin Burmester für seine Bachelorarbeit "Understanding the dynamics of the corporate carbon-financial performance relationship", die er an der Leuphana Universität Lüneburg geschrieben hat.

"In seiner Arbeit untersucht Herr Burmester den Zusammenhang zwischen der ökologischen Leistung von Unternehmen und ihrem finanziellen Erfolg", erläutert Professor Torsten Wulf von der Philipps-Universität Marburg, akademisches Mitglied der Preisjury, die Themenstellung der Bachelorarbeit von Kevin Burmester. "Herr Burmester greift mit seiner Arbeit ein für Forschung und Praxis gleichermaßen relevantes Thema auf: Zahlt es sich für ein Unternehmen aus, 'grün zu sein'? Seine Arbeit überzeugt durch eine konsistente Argumentation und eine methodisch fundierte Analyse."

Die ökologische Leistung misst Kevin Burmester anhand der CO2-Emissionen eines Unternehmens in Relation zu seinem Umsatz. Den finanziellen Erfolg bestimmt er insbesondere über die Höhe der Gesamtkapitalrendite. Er kommt in seiner Untersuchung zu dem Ergebnis, dass es einen schwach positiven Zusammenhang zwischen geringen Treibhausgasemissionen und dem finanziellen Erfolg eines Unternehmens gibt. Weniger CO2 zu emittieren, erhöht die Rendite und den Börsenkurs. Der Effekt verstärkt sich bei Unternehmen, die am Emissionshandel teilnehmen.

Mit dem bereits zum fünften Mal vergebenen Preis für die beste Bachelorarbeit will die Roland Berger Stiftung für europäische Unternehmensführung herausragende Forschung von jungen Studenten und deren öffentliche Wahrnehmung fördern. Neben wissenschaftlicher Exzellenz sind dabei die gesellschaftliche und die ökonomische Relevanz des Themas wichtige Auswahlkriterien.

"Mit unserer Stiftung fördern wir die Wissenschaft auf dem praxisbezogenen Gebiet der nationalen und internationalen Unternehmensführung", sagt Felicitas Schneider, Partner von Roland Berger und Vorstandsmitglied der Roland Berger Stiftung für europäische Unternehmensführung. "Mit dem Preis für Kevin Burmester zeichnen wir eine herausragende wissenschaftliche Arbeit aus. Die Fragestellung ist hochaktuell und betrifft alle Unternehmen. Mit ihrer ergänzenden Analyse zu den Auswirkungen des Emissionshandels liefert sie darüber hinaus wichtige Erkenntnisse für die Regulierung."

Über die Roland Berger Stiftung für europäische Unternehmensführung
Die Roland Berger Stiftung für europäische Unternehmensführung fördert die Wissenschaft auf dem Gebiet der nationalen und internationalen Unternehmensführung.
www.rolandberger.com

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 35 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 52 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern.

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Maximilian Dressler verstärkt Roland Berger als Partner im Bereich Restructuring, Performance, Transformation & Transaction

Pressemitteilungen   •   Jan 22, 2021 09:00 CET

München, Januar 2021: Seit Jahresbeginn ist Maximilian Dressler Partner bei Roland Berger in München. Er schließt sich dem Fachbereich "Restructuring, Performance, Transformation & Transaction" (RPT) der Unternehmensberatung an und bleibt damit der insolvenznahen Beratung treu. In diesem Bereich war der gelernte Rechtsanwalt zuletzt als Director bei einer internationalen Beratungs- und Prüfungsgesellschaft aktiv. Zuvor praktizierte er in einer Insolvenzverwalterkanzlei.

Zu Maximilian Dresslers Schwerpunkten in der Beratung zählen unter anderem die betriebswirtschaftliche Vorbereitung und operative Begleitung von Insolvenzen sowie außergerichtliche Szenario- und Vergleichsrechnungen. Zudem ist er ein ausgewiesener Experte für Liquidität und bringt jahrelange Erfahrung bei forensischen Auswertungen in Insolvenzen mit. Industriekenntnisse hat Maximilian Dressler bei Insolvenzfällen und Liquidationen in den Bereichen Automotive, Stahl/Metallverarbeitung, industrielle Produktion, Maschinenbau und Logistik gesammelt.

In Anbetracht der gesamtwirtschaftlichen Situation mit einem anhaltend hohen Verschuldungsgrad vieler Unternehmen erweitert Roland Berger damit seine Restrukturierungskompetenz um die umfassende betriebswirtschaftliche Beratung in Insolvenzsituationen. Sascha Haghani, Leiter des globalen Bereichs RPT und Geschäftsführer DACH bei Roland Berger: "Das aktuelle wirtschaftliche Umfeld stellt für alle verantwortlichen Unternehmenslenker eine neue Herausforderung dar. Sie müssen Krisen des Unternehmens früh erkennen, sich Liquidität sichern und die komplette Klaviatur der Restrukturierung vom neuen vorinsolvenzlichen StaRUG-Verfahren über die reformierte Eigenverwaltung bis hin zur Regelinsolvenz beherrschen. Mit Maximilian Dressler haben wir einen Experten gewonnen, der diese Bedürfnisse unserer Klienten voll abdeckt. Ich freue mich sehr, ihn bei Roland Berger willkommen zu heißen."

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 35 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 52 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern.

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Hollywood Goes Germany: Wie der Eintritt neuer Streaming-Dienste den Wettbewerb um Zuschauer weiter verschärft

Pressemitteilungen   •   Jan 18, 2021 14:00 CET

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  • Der Einstieg von Disney+ als erstem Streaming-Dienst „Made in Hollywood“ setzt etablierte TV-Sender zusätzlich unter Druck und raubt ihnen weitere Sehzeit
  • Aber auch Streaming-Giganten leiden unter der neuen Konkurrenz – zumindest in Sachen Sehzeit verlieren sie bei Nutzern des neuen Dienstes; die Zahl ihrer eigenen Abonnenten ist drei Monate nach Markteintritt (noch) nicht betroffen
  • Corona-Pandemie beschleunigt den Streaming-Trend: 50- bis 69-Jährige steigern ihre Streaming-Sehzeit um 15 Prozent

München/Münster, Januar 2021: Vor rund 65 Jahren startete der Siegeszug des Fernsehens. Heute steht das Format vor seiner größten Herausforderung: Mit dem Eintritt der Hollywood-Konzerne in den deutschen Streaming-Markt verstärkt sich der Wettbewerb um die Gunst der Zuschauer noch einmal deutlich. Eine neue Studie des Marketing Center Münster der Universität Münster und der Unternehmensberatung Roland Berger verdeutlicht, dass der erste Streaming-Dienst „Made in Hollywood“ sowohl Fernsehsendern als auch der Streaming-Konkurrenz Sehzeit streitig macht.

Die Ergebnisse einer Panelbefragung, bei der 1.346 Personen zwischen 16 bis 69 Jahren sowohl im Februar kurz vor dem Launch von Disney+ als auch drei Monate nach dem Start im Juni befragt wurden, zeigen: Rund 15 Prozent der Befragten haben rund drei Monate nach dem Start des Angebots Zugang zum neuen Service, etwa mehr als die Hälfte von ihnen hat selbst das Abo abgeschlossen.

Hollywoods Einstieg sorgt für mehr Interesse am Streaming
Vor allem aber führt der neue Wettbewerber aus Hollywood, der nur der erste einer Reihe an Streaming-Diensten von Entertainment-Konzernen ist, zu einer Neuaufteilung des „Bewegtbild-Kuchens“: Personen mit Zugang zu Disney+ verbringen im Durchschnitt 8 Prozentpunkte ihrer Zeit zusätzlich mit Streaming, was einer Steigerung der Streaming-Zeit um 31 Prozent entspricht. Das geht auf Kosten der Fernsehsender, aber auch der Streaming-Konkurrenz. „Für die etablierten Streaming-Anbieter ist die neue Konkurrenz ein zweischneidiges Schwert“, erläutert Prof. Dr. Thorsten Hennig-Thurau, Inhaber der Lehrstuhls Marketing & Medien am Marketing Center der Universität Münster. „Trotz des sinkenden Anteils an der Sehzeit zeigen die Ergebnisse drei Monate nach dem Markteintritt (noch) keinen signifikanten Anstieg an Kündigungen. Zudem weisen unsere Ergebnisse darauf hin, dass der neue Wettbewerber das Interesse am Streaming insgesamt weiter erhöht und zusätzliche Zuschauer dazu gebracht hat, Abonnements bei den etablierten Anbietern abzuschließen.“

Die Studienergebnisse zeigen zudem, dass von der Zeit, welche die Befragten im Februar 2020 mit Bewegtbild verbrachten, nur noch 39 Prozent auf das traditionelle lineare Fernsehen entfielen. Das Gros ging an die verschiedenen Streaming-Formate einschließlich Sender-Mediatheken, die immerhin 14 Prozent des Bewegtbild-Kuchens für sich reklamieren können. „Insgesamt aber zeigen die Ergebnisse, dass sich die deutschen TV-Häuser weiterhin sehr schwertun im neuen Wettbewerbsumfeld. Das sollte sich ändern“, sagt Niko Herborg, Partner bei Roland Berger.

Deutsche TV-Sender sollten grundlegend umsteuern
Zudem wird deutlich, dass die Corona-Pandemie als Beschleuniger für den digitalen Wandel fungiert. Sowohl junge als auch ältere Personen haben der Studie zufolge Handlungsmuster durchbrochen und den Weg zum digitalen Medienkonsum gefunden: Zuschauer im Alter von 50 bis 69 Jahren haben ihre Zeit mit Abo-Streaming-Angeboten um durchschnittlich mehr als 15 Prozent gesteigert.

Angesichts dieser Zahlen scheinen die Streaming-Offensiven der deutschen Sender noch dringlicher: „Bisher geht nur ein Bruchteil der Investitionen in Formate für die hauseigenen digitalen Plattformen. Es ist höchste Zeit für ein grundlegendes Umsteuern“, sagt Herborg.

Roland Berger
Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 35 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 52 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern.

Marketing Center Münster (MCM) der Westfälischen Wilhelms-Universität
Das Marketing Center Münster (MCM) der Westfälischen Wilhelms-Universität, gegründet 1969 von Prof. Dr. Dr. h.c. Heribert Meffert, ist einer der führenden Think Tanks in der Marketinglehre und –forschung. Das MCM beherbergt heute vier Institute, fünf Professor*innen und rund 50 wissenschaftliche Mitarbeiter*innen.

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Patrick Müller-Sarmiento verstärkt Roland Berger als Leiter des globalen Konsumgütergeschäfts

Pressemitteilungen   •   Dez 21, 2020 14:05 CET

München, Dezember 2020: Patrick Müller-Sarmiento kehrt als Senior Partner zu Roland Berger zurück. Er verantwortet ab Januar 2021 das weltweite "Consumer Goods & Retail"-Geschäft und ist für den Bereich "Health & Consumer" Mitglied des erweiterten globalen Managementteams. Darüber hinaus wird Müller-Sarmiento als Mitglied des "Innovation Board" das Zukunft-Portfolio der Unternehmensberatung weiterentwickeln. Hierzu zählen insbesondere innovative Ansätze und Services, die Unternehmen dabei unterstützen, ihre Geschäftsmodelle zu digitalisieren und parallel die notwendigen Schritte in Richtung einer nachhaltigen Ökonomie zu gehen.

Patrick Müller-Sarmiento wechselte 2012 zur Handelskette Real, zunächst als Vorstandsmitglied und ab 2016 als CEO. Diese Aufgabe schloss er mit dem Verkauf des Konzerns an einen Investor ab. In seinen Verantwortungsbereich fielen unter anderem der gesamte Food- und Non-Food-Einkauf, das Qualitätsmanagement sowie die Bereiche Marketing und Online/New Business. Hier forcierte Müller-Sarmiento den Aufbau digitaler Plattformen und gestaltete zudem die stationären Filialen um. Zuvor war er ab 2002 zehn Jahre für Roland Berger tätig, zuletzt als Senior Partner.

Stefan Schaible, Global Managing Partner: "Patrick Müller-Sarmientos Führungserfahrung und sein Gespür für Innovationen in der Konsumgüterindustrie und im Handel werden die Beratungsexpertise von Roland Berger weiter bereichern. Wir freuen uns, dass wir ihn wieder in der Roland Berger-Familie willkommen heißen können."

Patrick Müller-Sarmiento: “Die Pandemie hat den globalen Veränderungsdruck in der Wirtschaft noch einmal erhöht. Ich freue mich sehr, die gewaltigen Herausforderungen der Konsumgüterbranche mit unseren Kunden und Teams anzugehen. Es gibt viel zu tun.“

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 35 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 52 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern.

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Pandemie verstärkt Abwärtsspirale bei Automobilzulieferern – Umsatzrückgang 2020 zwischen 15 und 20 Prozent

Pressemitteilungen   •   Nov 26, 2020 09:00 CET

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  • Operative Gewinnmarge sinkt im ersten Halbjahr 2020 auf historisches Tief von 1,7 Prozent
  • Vorkrisenniveau bei Autoverkäufen in Nordamerika und Europa erst nach 2026 wieder erwartet
  • Zulieferer müssen Restrukturierung und strategische Neuausrichtung ausbalancieren

München/Frankfurt, November 2020: Elektromobilität, autonomes Fahren und die Digitalisierung des Autos: Der technologische Wandel setzt die Gewinnmargen der Automobilzulieferer unverändert unter Druck. Gleichzeitig hat die Covid-19 Pandemie diese Abwärtsspirale weiter verstärkt. So brechen die Umsätze in diesem Jahr im Vergleich zu 2019 global im Durchschnitt um 15 bis 20 Prozent ein. Die operative Gewinnmarge ist im ersten Halbjahr 2020 auf nur noch 1,7 Prozent gefallen. Wie stark die Pandemie die Automobilzulieferer trifft, zeigen die Ergebnisse der "Global Automotive Supplier Study 2020“, die Roland Berger in Zusammenarbeit mit der US- Investmentbank Lazard erstellt hat. Für die Studie wurden Leistungsindikatoren von rund 600 global agierenden Zulieferern analysiert.

"Trotz schwieriger Rahmendaten zeichnet sich ein versöhnliches Jahresende ab. Die Automobilzulieferer können sich vor allem dank des schnellen Aufholprozesses in China finanziell stabilisieren", sagt Felix Mogge, Partner bei Roland Berger. "Allerdings fehlt vielen Zulieferern nach dem Einbruch das Kapital für die notwendige technologische Transformation."

Schlechte Kennzahlen wirken sich auf Bonität aus

Insgesamt wird der Corona-Schock die Automobilindustrie noch lange beschäftigen. So wird der Höchststand an weltweit verkauften Pkw aus dem Jahr 2017 (94,3 Mio.) voraussichtlich erst wieder 2026 erreicht. In Europa und in Nordamerika wird es noch länger dauern, während sich China und Südamerika schneller erholen.

In Verbindung mit den rückläufigen Kennzahlen wirken sich diese Prognosen negativ auf die Bonität der Automobilzulieferer aus. "Wir konnten bereits 2019 beobachten, dass Banken bei der Kreditfinanzierung restriktiver werden", sagt Christof Söndermann, Managing Director bei Lazard. "In den vergangenen Monaten mussten sich viele Zulieferer mit der Abstufung ihrer Bonität am Finanzmarkt auseinandersetzen. Das hat den finanziellen Druck weiter erhöht."

Lehren aus der Zeit nach der Finanzkrise 2008/09

Die aktuelle Situation lässt sich am ehesten mit der Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009 vergleichen. In der anschließenden Periode haben einige Automobilzulieferer überdurchschnittlich profitiert. "Wir haben vier allgemeingültige Merkmale identifiziert, die für den Erfolg nach der Finanzkrise entscheidend waren", sagt Felix Mogge. "Zulieferer können sich daran orientieren und sich anhand klarer strategischer Vorgaben im Markt positionieren."

Ein Merkmal, das in den nächsten Jahren die Gewinner und Verlierer der Corona-Krise unterscheiden wird, ist die konsequente Markt- und Technologieführerschaft in jedem bedienten Geschäftsfeld. Ein weiteres umfasst die strategische Kohärenz, die ein in sich schlüssiges Produktportfolio beinhaltet, das die Realisierung von Synergien erlaubt. Das dritte Merkmal ist das Erreichen einer kritischen Unternehmensgröße, um sich ausreichenden Zugang zum Kapitalmarkt zu sichern. Und schließlich zeichnen sich erfolgreiche Autozulieferer durch die konsequente Umsetzung der getroffenen Entscheidungen und eine leistungsorientierte Unternehmenskultur aus.

Balanceakt zwischen Restrukturierung und strategischer Neuausrichtung

Der technologische Wandel und die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie werden auf absehbare Zeit die Margen der Automobilzulieferer belasten. "Die Herausforderungen der kommenden Jahre werden viele Zulieferer strukturell überfordern", prognostiziert Felix Mogge. "Wir werden in der Konsequenz eine stärkere Konsolidierung der Branche sehen." Um in diesem Umfeld zu den Gewinnern zu gehören, müssen Automobilzulieferer ihr Geschäft strategisch weiterentwickeln und gleichzeitig die Kosten deutlich reduzieren.

"Der CEO eines Automobilzulieferers muss mit seinem Management-Team einen Drahtseilakt schaffen – auf der einen Seite Commodity-Aktivitäten konsequent restrukturieren oder sich davon trennen; auf der anderen Seite Risiken eingehen und mit intelligentem Kapitaleinsatz die Basis legen, um künftige Wachstumsfelder profitabel entwickeln zu können", sagt Christof Söndermann. "Deshalb erwarten wir verstärkt strategische Kooperationen, die schneller zu relevanter Marktgröße oder dem Zugang zu neuer Technologie verhelfen können."


Roland Berger

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 35 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 52 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern.

Lazard

Lazard ist eines der weltweit führenden Unternehmen für Finanzberatung und Vermögensverwaltung und in mehr als 40 Städten in 25 Ländern in Nordamerika, Europa, Asien, Australien, Mittel- und Südamerika tätig. Gegründet im Jahr 1848 bietet Lazard Beratung zu Fusionen und Übernahmen, strategischen Fragen, Restrukturierung und Kapitalstruktur, Kapitalbeschaffung und Unternehmensfinanzierung sowie Vermögensverwaltung für Unternehmen, Partnerschaften, Institutionen, Regierungen und Einzelpersonen. Weitere Informationen unter www.lazard.com. Folgen Sie Lazard unter @Lazard.

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Corona führt zu unumkehrbaren Umbrüchen in der Medizintechnikbranche

Pressemitteilungen   •   Nov 17, 2020 10:34 CET

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Die Corona-Krise wirkt sich nicht nur auf die aktuelle Umsatzentwicklung der deutschen Medizintechnikindustrie aus, die in diesem Jahr laut einer SPECTARIS-Umfrage um rund vier Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen wird. Vielmehr erwarten Experten auch mittel- bis langfristig fundamentale Markt- und Wettbewerbsveränderungen, die Chancen und Herausforderungen gleichermaßen mit sich bringen. Das zeigt der neue Trendreport „Wie SARS-CoV-2 die Medizintechnikbranche verändert“ des Deutschen Industrieverbandes SPECTARIS und Roland Berger, der in Kooperation mit dem Branchencluster MedicalMountains anlässlich der Leitmesse virtual.MEDICA veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse basieren auf Expertengesprächen sowie einer Umfrage unter rund 500 Unternehmen. Sie verdeutlichen, dass nur die Firmen, die bereits jetzt die richtigen Weichen stellen, zu den „Eroberern“ zählen werden, denen es durch digitale Exzellenz gelingt, neue Märkte und Kundenkontakte zu erschließen – während der Krise und danach. Vielen kleineren Unternehmen, die von den Auswirkungen der Pandemie bereits heute deutlich stärker betroffen sind, droht angesichts des nach wie vor hohen Preisdrucks und Regulierungsaufwands sowie einer zunehmenden Marktkonsolidierung das Aus.

„Die Digitalisierung, die in den vergangenen Jahren nur zögerlich vorangekommen ist, hat rasant an Fahrt gewonnen. Das zeigt sich beispielsweise an der steigenden Akzeptanz von Telemedizin und digitalen ambulanten Versorgungskonzepten sowie an der beschleunigten Prozessdigitalisierung in der Medizintechnik und im Krankenhaus“, erklärt Dr. Thilo Kaltenbach, Senior Partner von Roland Berger. „Corona hat tiefe Spuren hinterlassen und das Bewusstsein dafür geschärft, wie wichtig tragfähige Notfallpläne und stabile Lieferketten sind. Auch hier spielt die Digitalisierung eine zentrale Rolle“, so Kaltenbach weiter. In der Studie stimmten jeweils mehr als sieben von zehn Befragten der Aussage zu, dass die Bereiche Telemedizin, Automatisierung und präventive Diagnostik sowie digitale Anwendungen, etwa Warn-Apps oder Tools zur digitalen Nachverfolgung, weiter an Bedeutung gewinnen und zu den Technologiegewinnern der Pandemie gehören werden.

Jörg Mayer, Geschäftsführer von SPECTARIS, ist überzeugt: „Die Krise hat einen Prozess in Gang gesetzt, der unumkehrbar ist. Digitale Arbeitsmodelle sowie Vertriebs-, Service- und Ausstellungskonzepte nehmen inzwischen einen sehr hohen Stellenwert in der Strategie vieler Unternehmen ein und werden auch nach Corona mindestens gleichberechtigt neben klassischen Arbeitsweisen und persönlichen Kundenkontakten stehen.“ Die Medizintechnik könnte dabei im „War for talents“ von ihrem Image als systemrelevante Branche mit hohem gesellschaftlichen Stellenwert profitieren und so den Zugang zu Ingenieuren und digitalen Experten verbessern. Gleichzeitig lässt der Personalmangel in der Krankenversorgung und Pflege den Bedarf an geeigneten Lösungen in unterstützenden Prozessen weiter anwachsen.

Mehr als 80 Prozent der für die Studie Befragten gehen außerdem davon aus, dass sich das Tempo der Marktkonsolidierung durch Corona beschleunigt hat. Sie erwarten, dass die Entwicklung vor allem zu Lasten kleinerer Unternehmen verläuft. Diese sind schon im Vorfeld durch das geplante Inkrafttreten der neuen Medical Device Regulation stark unter Druck geraten, weil hohe Investitionen notwendig waren, um sich auf die neuen Zulassungsprozesse vorzubereiten. Viele Rücklagen sind nun aufgebraucht. Erschwerend kommt hinzu, dass ungeachtet der aktuellen Bundesmittel die budgetären Engpässe im Gesundheitswesen auch in den kommenden Jahren bestehen bleiben und eine entsprechende restriktive Erstattungspolitik nach sich ziehen werden.

SPECTARIS ist der Deutsche Industrieverband für Optik, Photonik, Analysen- und Medizintechnik mit Sitz in Berlin. Der Verband vertritt 400 überwiegend mittelständisch geprägte deutsche Unternehmen. Der Fachverband Medizintechnik im Deutschen Industrieverband SPECTARIS vertritt rund 150 vorwiegend mittelständische Mitgliedsunternehmen. Diese sind innovative Hersteller von Medizinprodukten und Medizintechnik sowie qualitätsorientierte nichtärztliche Leistungserbringer aus dem Bereich der respiratorischen Heimtherapie. Die deutsche Medizinprodukteindustrie beschäftigt in Deutschland über 210.000 Menschen und investiert rund neun Prozent ihres Umsatzes in die Forschung und Entwicklung neuer Produkte und Verfahren. Der Gesamtumsatz der Branche lag 2019 bei über 33 Milliarden Euro. Die Exportquote beträgt rund 65 Prozent.

Roland Berger, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 35 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 52 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern.

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Restrukturierungsbedarf steigt stark an – Corona-Pandemie trifft die deutsche Wirtschaft

Pressemitteilungen   •   Nov 16, 2020 15:38 CET

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  • 86 Prozent der Restrukturierungsexperten rechnen mit deutlich mehr Fällen
  • Größter Bedarf in der Tourismusbranche und Automobilwirtschaft erwartet
  • Neuer Rechtsrahmen über präventive Restrukturierungsmaßnahmen kann Unternehmen neuen Spielraum verschaffen

München, November 2020: Die deutsche Wirtschaft hat mit der Covid-19-Pandemie die größte Krise seit Jahrzehnten zu verkraften. Der Abschwung lässt den Restrukturierungsbedarf in den Unternehmen dementsprechend ansteigen. In der neuen „Restrukturierungsstudie 2020“ von Roland Berger gehen 86 Prozent der 500 befragten Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz von einer solchen Entwicklung aus. Dabei erwarten sie mehrheitlich (54%) eine u-förmige konjunkturelle Erholung.

„Einigen Unternehmen wurde durch das Virus über Nacht die Geschäftsgrundlage entzogen, andere waren schon vor der Corona-Krise einem hohen Transformationsdruck ausgesetzt, der sich jetzt nochmal deutlich verschärft hat“, sagt Sascha Haghani, Leiter des globalen Kompetenzzentrums Restructuring, Performance, Transformation & Transaction und Geschäftsführer DACH bei Roland Berger. "Gerade Unternehmen, die bereits vorher in schwierigem Fahrwasser waren, stehen trotz staatlicher Hilfen vor großen Herausforderungen. Für sie ist es unabdingbar, sich kritisch mit ihrer Strategie und ihrem Geschäftsmodell auseinanderzusetzen."

Tourismusbranche und Automobilindustrie haben höchsten Restrukturierungsbedarf

Reisebeschränkungen stellen die Tourismusbranche von den Fluggesellschaften bis zu den Veranstaltern vor noch nie dagewesene Herausforderungen. So prognostizieren rund 30 Prozent der befragten Experten für dieses Segment den größten Restrukturierungsbedarf.

Auch der wirtschaftliche Druck auf die Automobilindustrie bleibt weiterhin hoch. Die deutsche Schlüsselindustrie muss einen Technologiewandel schultern, der weiter an Fahrt aufgenommen hat. Bei gleichzeitig einbrechenden Einnahmen, fehlt oft das Kapital für die notwendige Transformation. So sieht fast jeder dritte Experte (28%) großen Restrukturierungsbedarf in der Automobilbranche. Zuletzt hat sich die Industrie allerdings vor allem mit einem starken Geschäft in Asien vom Frühjahrseinbruch erholt.

"Die Corona-Pandemie hat das produzierende Gewerbe hart getroffen. Noch schwieriger ist die Lage in der Reisebranche", sagt Gerd Sievers, Senior Partner im Restrukturierungsbereich bei Roland Berger. "Zudem sehen sich viele Unternehmen aus der Konsumgüterindustrie sowie Händler mit Umsatzeinbußen konfrontiert. In all den genannten Bereichen wirkt die Krise auch als Beschleuniger von strukturellen Transformationen, die nun dringend weiter forciert werden müssen."

Präventive Restrukturierungsmaßnahmen als neue Instrumente

Die staatlichen Hilfen tragen nach Ansicht der befragten Experten dazu bei, die Folgen der Pandemie abzufedern. Besonders positiv werden die Erweiterung der Kurzarbeits-Regelung (90%) und die KFW-Darlehen (70%) gesehen. "Das Bereitstellen von Liquidität über öffentliche Unterstützungsmaßnahmen in der ersten Krisenphase war gut und richtig. Aber langfristig sind vielerorts andere finanzielle Stabilisierungsmaßnahmen von Nöten", sagt Sievers.

Die Verschuldung zahlreicher Firmen hat in den letzten Monaten zudem einen kritischen Grad angenommen. "Unseren Analysen zufolge besteht bei rund 10 Prozent der Unternehmen in Deutschland ein dringender Restrukturierungsbedarf", sagt Haghani. Für derartige Fälle stellt der Gesetzgeber voraussichtlich ab dem Jahreswechsel mit dem Unternehmensstabilisierungs- und restrukturierungsgesetz (StaRUG) neue Instrumente bereit. "Dieses Regelwerk kann ein sehr schlagkräftiges Werkzeug zur Beseitigung potenzieller Krisen darstellen", sagt Haghani. Die Verfahren sind aber durchaus komplex, auch daher erwarten 68 Prozent der Experten insgesamt kompliziertere Verfahren. "Erfolge werden stark davon abhängen, ob frühzeitig ganzheitliche Konzepte entwickelt und umgesetzt werden. Hier sind die Restrukturierungsberater gefordert, Prozesse aus einer Hand professionell zu unterstützen und zu moderieren", so Haghani.

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