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Pressemitteilung -

Kostenfalle KI: Warum der Mehrwert der Milliardeninvestitionen auf sich warten lässt

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  • Wertschöpfungslücke bei milliardenschweren KI-Investitionen bleibt für Unternehmen bestehen.
  • Blindflug bei Erfolgsmessungen: Mehrheit der Firmen vertraut auf Intuition statt auf datenbasierte Analysen.
  • DACH-Region verharrt bei generativer KI und KI-Agenten in Beobachterrolle.

München, März 2026: Weltweit stecken Unternehmen jedes Jahr mehr Geld in Künstliche Intelligenz, doch der wirtschaftliche Nutzen bleibt bislang hinter den Erwartungen zurück. Bei fast 90 % der über 200 befragten Unternehmen aus verschiedenen Regionen (Europa, Japan, USA) liegen die finanziellen Erträge ihrer KI-Projekte hinter den Investitionsniveaus, zeigt die aktuelle Roland-Berger-Studie „The AI Value Gap“. Nur ein kleiner Teil der Unternehmen zieht bisher einen konkreten wirtschaftlichen Nutzen.

"Die Wertschöpfungslücke bei der KI-Nutzung besteht nicht wegen mangelnder Ambitionen, fehlendem Kapital oder Zugang zur Technologie. Es liegt vielmehr daran, dass Unternehmen KI als ein kaufbares Projekt behandeln, statt als eine zu entwickelnde Fähigkeit" – Maria Mikhaylenko, Global Managing Director für Tech und Knowledge & CTO bei Roland Berger.

Die Studie von Roland Berger identifiziert die größten Hürden bei der Implementierung von generativer KI und KI-Agenten als oberflächliche Erfolgsmessungen, widersprüchliche Ziele und technische Hindernisse.

Oberflächliche Erfolgsmessungen:
Die Mehrheit der Unternehmen befindet sich bei Erfolgsmessungen ihrer KI-Initiativen noch im Blindflug: 63% der befragten Firmen setzen ausschließlich auf Einmal-Messungen oder ihr Bauchgefühl, statt auf kontinuierliches, datenbasiertes Monitoring. Nur ein Viertel der Unternehmen misst den Ertrag ihrer KI-Tools automatisiert und fortlaufend im Betrieb und nicht nur einmal nach dem Projektstart. Das führt dazu, dass viele Firmen nicht wissen, welche Projekte wirklich Wert schaffen und welche nur Kosten verursachen.

Widersprüchliche Ziele:
Viele der befragten Unternehmen träumen von maximaler Autonomie und wollen gleichzeitig maximale Sicherheit. Der daraus resultierende Zielkonflikt führt zu Entscheidungsblockaden. Gleichzeitig entstehen immer häufiger sogenannte "Shadow-AI"-Lösungen: Fachbereiche und einzelne Teams entwickeln KI-Anwendungen außerhalb der zentralen Firmen-IT und -Governance. Das führt zu unkontrollierten, schwer integrierbaren Systemen und erhöhten Risiken für Sicherheit und Transparenz.

Technische Hindernisse:
Zwar kaufen viele Unternehmen moderne KI-Tools ein, doch die Integration bleibt oberflächlich. Bestehende IT-Systeme werden durch neue KI-Lösungen oberflächlich erweitert, anstatt ein miteinander vernetztes Ökosystem aufzubauen. Das führt vor allem bei der Einführung von KI-Agenten zu Problemen. Sie können logisch denken, aber nicht zuverlässig in Unternehmenssystemen agieren. Zudem fehlt es an technischen Fähigkeiten: Zwei Drittel der Unternehmen, die bei der KI-Integration stagnieren, gaben Mangel an technischem Know-How als signifikante Hürde an.

"Unternehmen kaufen Ferrari-Technologie, betreiben sie aber mit Go-Kart-Motoren. KI, die nur oberflächlich über veraltete Systeme gelegt wird, zerstört ihren Wert.“ – Maria Mikhaylenko, Global Managing Director for Tech and Knowledge & CTO of Roland Berger.

DACH-Region bleibt Beobachter – Japan als Vorbild:
Die Studie wirft unter anderem einen Blick nach Japan und zeigt, wie es besser geht. Der Anteil der Firmen, die bereits einen wirtschaftlichen Nutzen aus der KI ziehen, ist dort mehr als viermal so hoch wie in der DACH-Region. Japanische Unternehmen setzen auf klare Governance, unternehmensweite Integration und kontinuierliche Wertmessung. Die DACH-Region befindet sich laut Studienergebnissen noch in einer Beobachterrolle: Sie priorisiert Sicherheit und Genauigkeit über Autonomie und pilotiert einzelne KI-Projekte. Das entspricht ihrer eher vorsichtigen Haltung, kann im langfristingen, weltweiten KI-Rennen aber dazu führen, dass sie abgehängt wird.

Über die Studie:
Die Studie basiert auf einer Umfrage unter 203 Führungskräften mit technologiebezogenen Mandaten und direkter Aufsicht über oder Beteiligung an KI-Initiativen. Die Stichprobe umfasst Europa, die USA und Japan mit folgender geografischer Verteilung: DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) 35%, Frankreich 15%, Vereinigtes Königreich 15%, USA 20% und Japan 15%. Die Befragten decken verschiedene Branchen ab, darunter: Konsumgüter, Einzelhandel und Logistik; Gesundheitswesen und Energieversorgung; Finanzdienstleistungen; Industrie und Automobilindustrie; sowie Technologie, Medien und Telekommunikation.

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Roland Berger ist eine weltweit führende Strategieberatung mit einem breiten Leistungsangebot für alle relevanten Branchen und Unternehmensfunktionen. Roland Berger wurde 1967 gegründet und hat seinen Hauptsitz in München. Die Strategieberatung ist vor allem für ihre Expertise in den Bereichen Transformation, industrieübergreifende Innovation und Performance-Steigerung bekannt und hat sich zum Ziel gesetzt, Nachhaltigkeit in all ihren Projekten zu verankern. Roland Berger erzielte 2024 einen Umsatz von rund 1 Milliarde Euro.

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